"Südburgenland-Kongress" der ÖVP geht ins Finale

Der von der ÖVP Burgenland initiierte "Südburgenland-Kongress" findet am Donnerstag seinen vorläufigen Abschluss.

Redaktion, APA Erstellt am 20. Februar 2017 | 13:32
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Thomas Steiner
Foto: Privat

Die Volkspartei hatte die Bevölkerung eingeladen, Ideen mitzuteilen, die den Landessüden nach vorne bringen sollen. In bestimmten Regionen des Landes gebe es "massiven Nachholbedarf. Und das trifft vor allem das Südburgenland", sagte ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner am Montag in Eisenstadt.

Die Präsentation der bei Veranstaltungen und Diskussionen gesammelten bzw. erarbeiteten Ideen sei "eigentlich erst der Beginn" der Bemühungen. Nun gehe es darum, "ordentlich Druck zu machen" - in der Öffentlichkeit und bei der rot-blauen Landesregierung: Diese würde gerade in der Frage des Südburgenlandes seit fast zwei Jahren schlafen, kritisierte Steiner.

Der "Südburgenland-Kongress" sei die größte Ideensammlung, die die ÖVP Burgenland jemals für eine Region des Landes gestartet hat, sagte Klubobmann Christian Sagartz. Sieben konkrete Vorschläge wolle man präsentieren. Details wurden noch nicht genannt.

Breitband-Offensive gefordert

Die Volkspartei fordert etwa den Internet-Ausbau: Breitband-Internet für jeden Haushalt gehöre zur Grundversorgung, meinte Landtagsabgeordnete Michaela Resetar. LAbg. Walter Temmel verlangte eine Nahversorger-Förderung für das Südburgenland.

Betriebsansiedlungen würden oft an der nötigen Infrastruktur scheitern - Stichwort: Bau der Schnellstraße S7 - stellte der Jennersdorfer Bürgermeister Bernhard Hirczy fest. Bundesrätin Marianne Hackl äußerte den Wunsch, das Land solle im Südburgenland "20 Prozent mehr Wohnbauförderung" auszahlen. Und der Oberwarter Stadtchef Georg Rosner sprach sich dafür aus, für Medizinstudenten Stipendien zu finanzieren, um sie später als Ärzte zumindest für fünf Jahre im Burgenland zu halten.