Große Bühne für Joseph Haydn. Den 210. Todestag des Komponisten beging das Joseph-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt mit einem innovativen Kunst-Event. Via Livestream erklang Haydns Musik international.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 31. Mai 2019 (15:02)

Ein bislang einzigartiges Programm stellte das Joseph-Haydn-Konservatorium zum 210. Todestag des großen Komponisten am 31. Mai auf die Beine: Unter dem Titel „Haydn 210“ und dem Motto „Unsere Sprache kennt keine Grenzen“ wurde ein mehr als vierstündiges Programm geboten, das per Livestream nicht nur weltweit gesendet wurde – auch Darbietungen aus Italien, Ungarn, England, Spanien und Rumänien wurden live nach Eisenstadt geholt. Zusätzlich wurde im Haydnsaal auf Schloss Esterházy zum „Public-Viewing“ geladen.

Organisiert vom Konservatoriums-Team rund um Direktor Tibor Nemeth und Marketing-Leiter Franz Steindl wurde sowohl den Studierenden als auch bekannten Namen der Kunstszene eine Bühne gegeben. Mit dabei waren unter anderem das Klavierduo Eduard und Johannes Kutrowatz, die Bigband des Haydn-Konservatoriums, Maler Sepp Laubner oder Bildhauer Christian Bolt, der im Zuge der Veranstaltung aus einem Eichenblock mittels Motorsäge eine Haydn-Büste formte.

Neue Wege mit Haydn

Der Groß-Event verstand sich auch im Sinne des „artistic Research“ als Impulsveranstaltung für die neue künstlerische Auseinandersetzung mit Haydns Erbe im Burgenland. Parallel zur Haydn-Strategie, die im Auftrag des Landes von führenden Köpfen und Institutionen erarbeitet wird, soll auch ein internationales Online-Forum geschaffen werden: Unter der Domain „Haydn, the progressive“ werden in der Folge neue Formen der Erschließung und Entwicklung der Kunstströmungen umgesetzt.