Doch noch Geld vom Bund für 100-Jahr-Feier

Weil es bislang keine Förderung fürs Landes-Jubiläum gab, sprach Doskozil von „Affront“. Aber der Beschluss folgt.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 04:58
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Festakt in Wien. Am Rande der Feier im Palais Epstein wurde auch der „Affront“ zum Jubiläum diskutiert.
Foto: Parlamentsdirektion/Ulrike Wieser

Die festliche Stimmung gab‘s bei einer Jubiläums-Feier im Wiener Palais Epstein auch über Parteigrenzen hinweg: In seiner Funktion als Dritter Nationalratspräsident hatte Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer zum 100-Jahre-Festakt geladen; zu Gast waren neben Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und den Regierungsmitgliedern auch Alt-Landeschef Hans Niessl oder ÖVP-Abgeordneter Nikolaus Berlakovich.

Politisch wurde es aber auch, denn Doskozil beklagte mangelnde Wertschätzung seitens des Bundes. „Ohne die feierliche Stimmung stören zu wollen“ verwies der Landeschef darauf, dass die Fest-Einladung Hofers die einzige seitens des Parlaments sei. Und: Entgegen der Gepflogenheiten gab es bislang keine Jubiläumsgabe des Bundes für das 100-jährige Bestehen des Burgenlandes.

„Ein Affront“, sagte Doskozil in seiner Festakt-Ansprache. Beispiele aus anderen Bundesländern ärgern die Landespolitik da umso mehr: Für das 100-Jahr-Jubiläum in Niederösterreich 2022 etwa ist per Budgetbegleitgesetz schon jetzt der einmalige Zuschuss von neun Millionen Euro vorgesehen. Die formalen Anträge seien auch seitens des Landes bereits im Vorjahr im Zuge der Planung des Jubiläumsjahres gestellt worden, heißt es, angefangen von der Landesamtsdirektion bis zum Landeshauptmann persönlich.

2011 gab‘s noch vier Millionen Euro

Daher hätte man im Land auch auf eine – sozusagen pünktliche – Jubiläumsgabe gehofft; in jedem Fall wird sie jetzt eingefordert. Zuständig ist das Finanzministerium unter ÖVP-Minister Gernot Blümel. Eine Kontaktaufnahme seitens des Ministeriums soll es schon nach der Doskozil-Rede gegeben haben.

Und es wird jetzt auch zusätzliches Fördergeld für das Landes-Jubiläum geben, wie seitens der ÖVP im Bund auf BVZ-Anfrage versichert wird. Der notwendige Beschluss im Nationalrat ist noch für den Herbst geplant; das sei auch so kommuniziert worden, wird betont. Die Höhe der Jubiläumsgabe ist derzeit noch nicht bekannt, im Jahr 2011 erhielt das Burgenland zum „90er“ vier Millionen Euro.