Kölly wird LBL-Spitzenkandidat. Der Deutschkreutzer Bürgermeister Manfred Kölly tritt auch bei der Landtagswahl 2020 als Nummer eins der Liste Burgenland an. Weitere Kandidatinnen und Kandidaten sollen noch präsentiert werden.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 21. Oktober 2019 (17:29)
Wolfgang Millendorfer
LBL-Wahlteam. Spitzenkandidat Manfred Kölly (M.) mit Herbert Schütz (l.) und Andreas Kuchelbacher.

Überraschungen seien nicht ausgeschlossen, kündigte das Bündnis Liste Burgenland (LBL) seine Kandidatensuche für die Landtagswahl 2020 an. Diese sollen noch folgen, wenn man die endgültige Landesliste bekannt gibt. Letztlich doch wenig überraschend, wurde mit Bündnis-Obmann Manfred Kölly im Zuge einer Klausur nun der Spitzenkandidat gekürt. Den Wahlkampf wird der ehemalige FPÖ-Funktionär Herbert Schütz mit Unterstützung des Großhöfleiner Gemeinderates Andreas Kuchelbacher managen. Die beiden werden ebenfalls zur Wahl antreten.

"Wir werden in jedem Bezirk kandidieren und dabei stellen wir Qualität vor Quantität", betonte LBL-Obmann Kölly. Das Ziel für die Landtagswahl am 26. Jänner sei ebenfalls klar: "Stärker werden und zu den zwei Mandaten ein weiteres dazuholen." Eines der beiden LBL-Mandate ging zuletzt ja verloren, da Bad Sauerbrunns Bürgermeister Gerhard Hutter das Bündnis verlassen hat und bei der Wahl parteifrei, aber für die SPÖ antreten wird.

"Tempo 130 auf der S31"

Die LBL hat im Zuge einer Klausur in Deutschkreutz, wo Kölly seit 2002 als Bürgermeister im Amt ist, inzwischen auch Themen festgelegt: Man wolle die Familien stärken und bessere Bedingungen für Pendler. Unter anderem spricht sich die LBL für Tempo 130 nach dem Ausbau der Schnellstraße S31 aus. Rot-blauen Projekten wie dem Gratis-Kindergarten und dem Mindestlohn steht man kritisch gegenüber, zu hoch seien die finanziellen Belastungen für Land und Gemeinden, so Kölly.

Weitere Kandidatinnen und Kandidaten in den Bezirken und auf der Landesliste will die LBL demnächst präsentieren: "Auch hier sind wir anders als die anderen", meinte Kölly, "weil wir keine Partei, sondern eine Bewegung sind."