Burgenland: „Impf-Gerüchte“ um Ex-Politikerin . In einem Pflegeheim wurde als häufige Besucherin auch eine ehemalige Abgeordnete geimpft. Land verweist auf frühere Regel.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 28. Januar 2021 (10:31)
Symbolbild
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Die Impfung einer ehemaligen Bürgermeisterin und Abgeordneten schlägt in einer burgenländischen Gemeinde Wellen, obwohl sie schon vor Wochen stattgefunden hat. Als in einem Pflegeheim Impfdosen übrig blieben, kamen auch sieben heimfremde Personen zum Zug.

Das war zum damaligen Zeitpunkt mit einer Regelung des Bundes auch möglich; diese besagte, dass übrige Dosen an Angehörige von Heimbewohnern vergeben werden durften (siehe unten).

Darunter befand sich auch die Ex-Politikerin. Nun sorgt der Fall für Diskussionen über die Dorfgrenzen hinaus, da zudem ein Naheverhältnis zu einer Landesbediensteten gegeben ist. Diese betont aber, dass sie erst im Nachhinein davon erfahren habe, während Gerüchte die Runde machten, dass es sich bei den Fällen um „Impf-Vordrängler“ handelte.

Die BVZ-Recherchen ergaben folgende Vorgehensweise: Wer geimpft wird, könne nur der Arzt vor Ort entscheiden, weil er seine Patienten kenne und Personen gesucht wurden, die in kurzer Zeit greifbar waren. Also Angehörige von Bewohnern in gewissem Alter oder mit Vorerkrankungen. Auf die heimfremden geimpften Personen, auch auf die Ex-Abgeordnete, haben die Voraussetzungen zugetroffen, heißt es.

Wie berichtet, ging man möglichen „unberechtigten“ Impfungen auch seitens des Landes nach. Es habe keine bestätigten Fälle gegeben, wurde betont.