Tschürtz ortet Verunsicherung durch die BGKK. In der seit Dienstag im Burgenland herrschenden Debatte um die von der Regierung beschlossene Kostenbremse hat sich am Mittwochnachmittag auch Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) zu Wort gemeldet. Er ortet Verunsicherung durch die burgenländische Gebietskrankenkasse (BGKK) bzw. deren Direktor Christian Moder. Die Planstellen hätten beschlossen werden können, hieß es.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. August 2018 (17:32)
Wolfgang Millendorfer
Johann Tschürtz

Konkret geht es um einen zweiten Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde im Bezirk Neusiedl am See sowie um die Verdoppelung der Zahl der Logopäden von fünf auf zehn im gesamten Burgenland. "Ich habe mit Frau Bundesministerin Hartinger-Klein (Beate, FPÖ, Anm.) über diese Thematik gesprochen und sie hat mir versichert, dass die beiden Planstellen für Logopädie und Kinder- und Jugendheilkunde natürlich beschlossen werden hätten können. Hier wird anscheinend von Direktor Moder Politik nicht im Sinne der Versicherten gemacht ," so Tschürtz in einer Aussendung. Moder hatte am Dienstag die "Inhalte dieses Gesetzes" kritisiert und gemeint, diese würden zu einer "Schlechterstellung bzw. zu einer Einzementierung eines schlechten Zustandes" führen.

"Es gibt durch die Zusammenlegung der Sozialversicherung keine Verschlechterungen für die Versicherten", meinte der Landeshauptmannstellvertreter. Er sei enttäuscht über das Vorgehen des Direktors der BGKK.

Für die Patienten habe die sogenannte Kostenbremse keine negativen Auswirkungen, da die medizinisch notwendigen Besetzungen weiterhin möglich seien. Genauso würden die Personalabgänge im Verwaltungsbereich nachbesetzt, wenn diese im seit 1. Jänner 2018 gültigen Dienstpostenplan gedeckt seien, erläuterte Tschürtz.