Transparenzbericht zu Corona-Maßnahmenpaket vorgelegt. Das Land Burgenland hat im Zuge der Corona-Krise ein Bündel an Unterstützungsleistungen geschaffen.

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 21. September 2020 (15:27)
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landesrat Leonhard Schneemann präsentierten den ersten Transparenzbericht zum Corona-Maßnahmenpaket des Landes.
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Nicht nur wirtschaftlich tätige Unternehmen, sondern auch Privatpersonen sowie Personen aus der Kunst- und Kulturszene wurden mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt. Die Landesregierung hat sich dazu bekannt, mit regelmäßigen Umsetzungsberichten auch für Transparenz gegenüber dem Landtag und der Öffentlichkeit zu sorgen. Der erste Bericht wurde nun fertiggestellt und dem Landtag zugeleitet. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landesrat Leonhard Schneemann haben heute, Montag, die Eckdaten des 34 Seiten langen Berichtes, der zusätzlich rund 300 Seiten Erläuterungen mit Details im Anhang enthält, bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Im Frühling hat die Burgenländische Landesregierung ein Corona-Maßnahmenpaket mit einem Gesamtvolumen von 13,06 Mio. Euro geschnürt, um Betroffenen rasche und unbürokratische Hilfe zuzusichern. „Das Land Burgenland hat umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID19 geschaffen. Bis zum Stichtag 31. August konnten bereits 7,2 Mio. Euro aus dem Corona-Maßnahmenpaket freigegeben werden. Im Sozialbereich haben wir außerdem eine Arbeitsstiftung für Arbeitslose nach COVID19-bedingten Insolventen implementiert, im Tourismus war das Burgenland Bonusticket das wichtigste Instrument – 428.000 Euro wurden inzwischen freigegeben“, hob LH Doskozil hervor.

„Die COVID19-Krise hat die Wirtschaft sehr stark flächendeckend getroffen. Unsere gesetzten Maßnahmen und Initiativen sollen Sorge tragen, dass diese Krise nicht auch zu einer sozialen Krise wird“, erklärte LR Schneemann. Und weiter sagte er: „Im Bereich der Wirtschaft gab es konkret vier Maßnahmen. Zum einen die Soforthilfe des Landes über den `Härtefälle-Fonds`, hier wurden Fixkosten und Mietzuschüsse für die Wirtschaftsmonate März bis Juni 2020 unterstützt.

Maximal 5.500 Euro pro Förderwerber

Maximal konnte eine Summe von 5.500 Euro pro Förderwerber in Anspruch genommen werden. Zum Stichtag 31.8. wurde bereits knapp eine Mio. Euro nicht rückzahlbaren Zuschüssen ausbezahlt“. Weitere Maßnahmen waren die Soforthilfe des Landes in Form von Kreditgewährungen, die Aufstockung des Handwerkerbonus sowie die Haftungsübernahme für Überbrückungsfinanzierungen.

Im Bereich Soziales wurde mit drei konkreten Maßnahmen die Hilfestellung gewährleistet. Zum einen mit der „Bonuszahlung der 24 Stunden Betreuung“ – eine Einmalzahlung in der Höhe von 500 Euro pro Betreuungskraft für ausländische Pflegekräfte, die ihren Turnus um vier Wochen verlängert haben. Dabei wurden knapp 1,3 Mio. Euro ausbezahlt. Weitere Maßnahmen waren die „Corona Gefahrenzulage“ sowie die „Förderung der AlleinerzieherInnen“.

Einzelne Förderungen werden voraussichtlich im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Als Beispiele nannte Doskozil das Bonusticket oder, sofern die COVID-Situation sich wieder zuspitzt, auch Maßnahmen im Bereich der Kulturförderung. Der Landeshauptmann stellte überdies ein neues Instrument zur Stärkung von Betrieben in Aussicht: „Es wird eine Art Beteiligungsfonds geben, der voraussichtlich mit 10 Mio. Euro dotiert werden wird – wo das Land in weiterer Folge je nach Einzelfall entscheidet, welche Beteiligungen machen Sinn, wo gilt es Unternehmen aufzufangen, werden die Beteiligungen eher kurz- oder mittelfristig eingegangen“. Als Beispiel nannte Doskozil Marienkron.