FPÖ zieht mit "bewährtem Team" in den Wahlkampf. Die FPÖ hat am Mittwoch ihre Landesliste für die Landtagswahl am 26. Jänner 2020 vorgestellt. Die Liste sei so gestaltet, dass "das bewährte Team" mit zusätzlichen Kräften in die Landtagswahl ziehe, begründete Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz, der auf Platz eins antritt, die Kandidatenauswahl. Bei der Listenreihung habe man ein starkes Gewicht auf Sicherheit gelegt.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 16. Oktober 2019 (14:11)
Millendorfer
FPÖ-Team. Klubobmann Géza Molnár, die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö, Bundesparteiobmann Norbert Hofer, Landeshauptmannstellvertreter Hans Tschürtz, Landesrat Alexander Petschnig (v.l.).

Hinter Tschürtz kandidiert die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö. Dritter in der FPÖ-Riege ist Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig, gefolgt von Klubobmann Geza Molnar. Am fünften Listenplatz tritt Landesgeschäftsführer Markus Wiesler an.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sozusagen vielleicht als erstes Bundesland die Landtagswahl so abschließen werden, indem wir Zugewinne haben", meinte der FPÖ-Landesparteiobmann. Er glaube, "dass wir mit dem bewährten Team über die (2015 erreichten, Anm.) 15 Prozent kommen werden". Dies begründete Tschürtz damit, dass "die Arbeit in der burgenländischen Landesregierung ohne Streit verläuft".

Die FPÖ habe in der Regierungsarbeit "sehr viel eingebracht", etwa bei der Umsetzung des "kostenlosen Kindergartens" oder mit der Einführung der Sicherheitspartner und des Landes-Sicherheitsrates, zog Tschürtz Bilanz. Betreffend Vorzugsstimmen gibt man sich bei der Landtagswahl mit den gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten zufrieden, ein eigenes Modell wie bei anderen Parteien gebe es dafür nicht.

Der ursprünglich für September geplante FPÖ-Landesparteitag wurde verschoben und findet nun nach dem Urnengang statt. Es sei besser, den Parteitag im April zu machen, "wo dann alles steht" und die Landtagswahl vorbei sei, so Tschürtz.

APA/Christian Gmasz
FPÖ-Obmann Norbert Hofer und der burgenländische FPÖ-Chef Johann Tschürtz (R.) während einer Pressekonferenz zum Thema "Landtagswahl 2020" am Mittwoch, 16. Oktober 2019, in Eisenstadt.

Die Situation bei der Aufnahme der Koalitionsverhandlungen sei damals "eine gar nicht so leichte" gewesen, stellte Bundesparteiobmann Norbert Hofer fest. Er dankte dem damaligen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) dafür, dass dieser den seitens der FPÖ handelnden Personen Vertrauen entgegengebracht habe. Die rot-blaue Koalition funktioniere, "weil auch die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt", meinte Hofer: "Rot-Blau im Burgenland hat sich seit 2015 zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt."

Auf internationaler Ebene sieht der FPÖ-Obmann "unfassbar schwierige Rahmenbedingungen", weil die Welt "in einer echten Kriegsgefahr" stecke, die sich auch auf die Weltwirtschaft auswirke. Für Österreich wäre es "ein erheblicher Nachteil, wenn wir eine Regierung bekommen würden, die nicht standortfreundlich agiert".

Es gelte daher für die Verhandlungen auf Bundesebene, "vorsichtig sein bei der Regierungsbildung", meinte Hofer, der erneut betonte: "Wir haben uns nicht aus den Verhandlungen genommen." "Wenn die Gespräche mit den Grünen scheitern", wolle man die Lage neu bewerten: "Denn ich will nicht dran schuld sein, dass die Grünen in Österreich in der Regierung sind", so der FPÖ-Bundesparteiobmann, der auch seine Forderung bekräftigte, "bei den türkischen Staatsbürgerschaften in Österreich einen Schlussstrich zu setzen".