Sonderzüge mit Betreuerinnen aus Rumänien sollen folgen. ÖVP-Generalsekretärin und Gesundheitssprecherin Gaby Schwarz betonte am Dienstag, die Rückholungen per Zug seien ein wichtiges Angebot, um vermehrt Pflegerinnen nach Österreich zu holen.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 12. Mai 2020 (15:52)
Gaby Schwarz
Sabine Klimpt

Pflegekräfte aus Rumänien werden dringend benötigt, um die 24-Stunden-Betreuung auch weiter zu ermöglichen. „Ich hoffe, dass das neue Angebot gut greift, denn es ist eine wirklich wichtige Maßnahme“, hofft ÖVP-Generalsekretärin und Gesundheitssprecherin Abg Gaby Schwarz, dass vermehrt Pfleger/innen aus Rumänien kommen wollen.

Sie dankte in diesem Zusammenhang Bundesministerin Karoline Edtstadler, auf deren Initiative gestern ein Korridorzug mit Betreuerinnen und Betreuern für österreichische Pflegebedürftige aus Rumänien in Österreich angekommen ist. Die rund 80 vorwiegend weiblichen Pflegerinnen kommen in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland zum Einsatz. Der Zugkorridor aus Rumänien wurde von der Wirtschaftskammer in Kooperation mit den ÖBB organisiert. Weitere Züge sollen nun folgen.

Vereinbart sind vorerst sechs Zugverbindungen: Nach dem Zug von gestern erfolgt heute um 23 Uhr die Rückreise von rund 50 ausgetauschten Betreuern und Betreuerinnen. Fix vereinbart ist zudem ein Zug morgen, Mittwoch, von Timisoara nach Wien/Schwechat: Etwa 105 Pflegepersonen sollen dann am Donnerstag um 8 Uhr in Österreich für verschiedenste Bundesländer ankommen. Weitere Ankünfte sind am Montag, 18. Mai, und am Donnerstag, 21. Mai, geplant. Zudem besteht die Option auf weitere Ankünfte am 25. und 28. Mai.

In jedem Zug gibt es 350 buchbare Plätze. Nur Personenbetreuerinnen mit aufrechter Gewerbeberechtigung dürfen mitfahren. Neben den gesetzlichen werden sanitätsbehördliche Auflagen erfüllt. Die Rumäninnen werden nach ihrer Ankunft in einem Hotel auf dem Flughafengelände auf das Coronavirus getestet und - nach einem negativen Ergebnis - auf ihren Betreuungsplatz gebracht. "Die 24-Stunden-Betreuerinnen sind für uns eine große Unterstützung. Es ist dies eine wirklich wichtige Aktion“, so Schwarz.

In Österreich sind rund 33.000 Menschen auf die 24-Stunden-Pflege angewiesen, die laut Wirtschaftskammer von etwa 66.000 Pflegekräften betreut werden. Die Hälfte der 24-Stunden-Pflegerinnen kommt aus Rumänien.

Abschließend dankte Gaby Schwarz anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Pflege allen engagierten Pflegerinnen und Pflegern, die sich in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, in der mobilen Pflege oder bei der Pflege zuhause für Menschen einsetzen.