Drei Ortschefs stellen sich der Wahl. Nach Anfechtung wird am Sonntag in Deutschkreutz neu gewählt. Es folgen Wahlen in Grafenschachen und Schachendorf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. September 2018 (04:46)
APA/ROLAND SCHLAGER
Symbolbild

In drei Gemeinden des Landes wird auch im „wahlfreien“ Jahr 2018 zu den Urnen gebeten. Das größte Aufsehen erregt dabei die Wahlwiederholung in Deutschkreutz. Wie berichtet, meldete die Orts-ÖVP im Vorjahr „Ungereimtheiten“ bei den Wahlkarten; die Landeswahlbehörde hob das Ergebnis wegen des Verdachts der Manipulation auf.

Kölly zur Kritik: „gezielte Verunsicherung“

Nach wie vor ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bürgermeister und LBL-Obmann Manfred Kölly sowie eine Gemeindebedienstete. Kölly wies alle Vorwürfe mehrfach zurück: „Der Wähler wird entscheiden“, meinte er im Hinblick auf die Wahlwiederholung.

BVZ
Manfred Kölly. Der LBL-Chef ist seit 16 Jahren Bürgermeister in Deutschkreutz.

Neuerliche ÖVP-Kritik stuft Kölly jetzt als „gezielte Verunsicherung“ ein. Im Vorjahr erreichte er bei der Bürgermeisterwahl rund 60 Prozent der Stimmen. Für die ÖVP tritt Andreas Kacsits, für die SPÖ Johann Steinhofer als Ortschef-Kandidat an.

Gleich geblieben sind auch die Listen der drei Parteien: Das Gesetz sieht vor, dass sich exakt dieselben Kandidatinnen und Kandidaten der Wiederholungswahl stellen müssen. Ihre Stimme können nur jene Bürger abgeben, die zum Stichtag 2017 ebenfalls wahlberechtigt waren.

Mehr dazu lest ihr hier in unserem Artikel aus der BVZ Oberpullendorf!

Zwei neue Ortschefs im Süden gesucht

Neu gewählt wird am 30. September auch in Grafenschachen, da Ortschef Richard Loidl (SPÖ) im Mai plötzlich verstarb. Einziger Bürgermeister-Kandidat ist Marc Hoppel (SPÖ).

Nur einen Kandidaten und noch keinen Wahltermin gibt es derzeit in Schachendorf: Nachdem ÖVP-Bürgermeister Stefan Takacs aus gesundheitlichen Gründen zurückgelegt hat, tritt Robert Marlovits für die ÖVP als Kandidat an; ob es einen Gegenkandidaten geben wird, ist noch nicht fix.