Kinderbetreuung: Niessl muss sich Details anschauen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) begrüßt zwar, "dass die Bundesregierung auf den Druck der Bundesländer reagiert hat und es nun anscheinend keine Kürzungen im Kinderbildungs- und Betreuungsbereich geben soll".

Von Redaktion, APA. Update am 24. August 2018 (12:44)
APA/ROLAND SCHLAGER
Hans Niessl

Allerdings kritisierte er gegenüber der APA die Informationspolitik der Bundesregierung: Es handle sich um eine "sehr ungewöhnliche Vorgangsweise", ließ Niessl ausrichten.

Der letzte Entwurf sei dem Büro am Donnerstag gegen 18.30 Uhr übermittelt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die APA bereits vermeldet, dass es nun doch in etwa gleich viel Geld für die Kinderbetreuung vom Bund geben soll.

Politische Verhandlungsrunde habe es im Vorfeld keine gegeben, hieß es am Freitag aus Niessls Büro. Man wolle sich nun die Details dieses Entwurfs genau ansehen und anschließend eine Bewertung abgeben.

FPÖ-Burgenland zeigt sich hocherfreut

Gleichermaßen wenig überrascht wie hocherfreut zeigt sich die FPÖ-Burgenland am Freitag in einer Aussendung über die Erhöhung der finanziellen Mittel, die in den nächsten Jahren in den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung fließen werden. "Bund und Länder erhöhen ihre Beiträge – außerdem wird ein generelles Kopftuchverbot in Kindergärten kommen", so die FPÖ.

Klubobmann Géza Molnár: „Die Bundesregierung liefert, was sie versprochen hat. Die Behauptung, es würden vonseiten des Bundes künftig ‚nur mehr 1.000 Euro pro Jahr‘ in die Kinderbetreuung investiert werden, ist mit heute genauso als Unsinn entlarvt wie zuvor schon die angebliche Schließung von Unfallkrankenhäusern oder die Abschaffung der fünften Urlaubswoche. Ein guter Tag für die Familien und die Kinderbetreuung im Burgenland.“

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