FPÖ Burgenland hat "einfaches Mitglied entfernt". Die FPÖ Burgenland hat nach Angaben vom Samstag rasch auf ein "inakzeptables" Facebook-Posting reagiert, das von den Landes-Grünen kritisiert worden war.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. Juni 2019 (11:49)
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Symbolbild

Ein Posting auf der Facebook Seite der FPÖ Pinkafeld sorgt für Empörung bei den Grünen. Darauf zu sehen ist ein Mann mit Seitenscheitel und markantem Oberlippenbart in einer Straßenbahn sitzend, der Adolf Hitler ähnlich schaut. Darüber stand geschrieben: „Die Rettung naht! Dauert nur etwas, er nimmt die Straßenbahn...“ Die FPÖ reagierte und schloss die Facebook Posterin aus der Partei aus.

Petrik: „SPÖ Burgenland darf nicht länger die Augen vor den braunen Umtrieben ihres Koalitionspartners verschließen“

zVg

Die grüne Landessprecherin Regina Petrik fordert FPÖ-Parteiobmann Johann Tschürtz auf, „die braunen Umtriebe in den blauen Ortsgruppen abzustellen.“ An Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) stellt sie die Frage, „wie viele Einzelfälle braucht es, damit auch die SPÖ Burgenland das Sittenbild ihres Koalitionspartners erkennt?“ Petrik fordert Doskozil erneut auf, die rot-blaue Regierungskoalition im Burgenland zu beenden und bis zur Landtagswahl im Jänner 2020 im Landtag neue Mehrheiten zu suchen

Das Posting habe die FPÖ innerhalb von 24 Stunden gelöscht, wie FPÖ-Klubobmann Geza Molnar in einer Aussendung am Samstag betonte. „Die Urheberin, die keine Funktion in der FPÖ hatte, sei als einfaches Mitglied ausgeschlossen worden“, so Molnar. Die FPÖ Burgenland verurteilte die Darstellung, verteidigte aber die Ortsgruppe Pinkafeld, weil diese schnell reagiert habe. „Die Dame, die das gepostet hat und lediglich eine einfache Seniorenmitgliedschaft innehatte, ist bis zu diesem Zeitpunkt auch nie negativ aufgefallen. So gesehen ist der Ortsgruppe Pinkafeld nichts vorzuwerfen“, so Molnar.

FPÖ konterte mit Facebook-Posting der Grünen

FP-Landesparteiobmann-Stellvertreter Géza Molnár verweist in diesem Zusammenhang auf ein Posting auf der Seite der Landessprecherin der Grünen, Regina Petrik, vom 10. Februar 2019. Über mehr als sechs Wochen war unter einem Artikel über SP-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, den Regina Petrik geteilt hatte, zu lesen gewesen: „(…) Schaut nicht nur aus wie der Milosevic, hat auch geistig verwandte Ideen.“ Autor des Textes sei ein grüner Gemeinderat gewesen. Molnár stellte dazu drei Fragen an Regina Petrik: „Warum lässt sie einen Kommentar, in dem ein rechtschaffener Spitzenpolitiker mit einem angeklagten Kriegsverbrecher verglichen wird, für mehr als einen Monat unwidersprochen auf ihrer eigenen Seite stehen? Hat sie sich jemals entschuldigt? Wurde der Gemeinderat mittlerweile von den Grünen ausgeschlossen?“ Während die FPÖ konsequent sei, ducke man sich bei den Grünen gerne weg, wenn es in den eigenen Reihen zu bedenklichen Vorfällen komme, so Molnar.