Mayer neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Erich Mayer, seit Februar Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, bekam am Freitag bei einem Festakt im Landesgericht Eisenstadt sein Ernennungsdekret überreicht.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 05. April 2019 (16:26)
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LH Hans Peter Doskozil, Johann Fuchs, Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Erich Mayer, Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Justizminister Josef Moser und Bürgermeister, Bürgermeister LAbg. Thomas Steiner
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Er tritt damit die Nachfolge von Johann Fuchs an, der im Vorjahr die Leitung der Oberstaatsanwaltschaft Wien übernahm.

An der Feier nahmen zahlreiche hochrangige Vertreter der Justiz und der Politik teil, an der Spitze Ressortchef Josef Moser (ÖVP) und der Leiter der Generalprokuratur, Franz Plöchl sowie die burgenländischen Landesspitzen. In der StA Eisenstadt würden sich alle Gebiete des Strafrechts widerspiegeln, viele Fälle, in denen sich andere Staatsanwaltschaften befangen erklärten, würden in Eisenstadt abgewickelt, so Moser.

2015 - im Jahr der Flüchtlings- und Migrationskrise habe sich der Aktenanfall verdreifacht, die Staatsanwaltschaft Eisenstadt habe sich damals besonders bewährt. Der Justizminister erinnerte auch an den 27. August 2015, als in einer Pannenbucht der Ostautobahn (A4) in einem abgestellten Lkw 71 tote Flüchtlinge gefunden wurden. Fuchs als Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt und der frühere Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil hätten sich damals ausgezeichnet: Es sei ihnen gelungen, "den letzten Rest an Würde diesen Menschen zu bewahren", so Moser.

LH Hans Peter Doskozil, LH-Stv. Johann Tschürtz, Landesrat Christian Illedits, Erich Mayer, Leiter der Staatanwaltschaft Eisenstadt, Justizminister Josef Moser, Landesrat Christian Illedits, Johann Fuchs, Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Bürgermeister, Bürgermeister LAbg. Thomas Steiner, Dr. Karl Mitterhöfer, Präs. d. Landesgerichtes Eisenstadt, die Landtagspräsidenten Verena Dunst, Ilse Benkö und Rudolf Strommer und weitere Ehrengäste
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Der Justizminister strich auch den effizienten Umgang der StA Eisenstadt mit den Ressourcen hervor. So habe man in Eisenstadt die Teamassistenz entwickelt, die mittlerweile in ganz Österreich verbreitet sei. Mit Mayer bekomme die StA Eisenstadt "einen hervorragenden Leiter", so Moser.

Fuchs skizzierte die Aufgaben, die Justiz zu bewältigen habe, darunter die Digitalisierung, die in Gestalt von "Justiz 3.0" mehr keine Zukunftsversion, sondern bereits Realität sei. Ziel sei es, die gesamte staatsanwaltliche Arbeit auf die digitale Ebene zu verlagern.

Die Justiz in allen Facetten sei "ein wesentlicher Aspekt unseres Rechtsstaates und für das Funktionieren unseres Staates", sagte Landeshauptmann Doskozil (SPÖ). "Wir müssen alle daran arbeiten, dass der Sektor Staat, insbesondere der justizielle Bereich funktioniert."

De Herausforderungen an die Staatsanwaltschaft würden in Zukunft steigen, stellte Mayer fest. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung würden stattfinden müssen, der IT-Einsatz sei voranzutreiben. Der Ausrollung von Justiz 3.0 stehe man positiv gegenüber, daran werde kein Weg vorbeiführen. Die Entwicklung der Kriminalitätsstatistik im Burgenland mit einer Aufklärungsquote von über 50 Prozent deute auf einen entsprechenden Beitrag der Staatsanwaltschaft Eisenstadt hin.

Mayer wurde 1975 in Linz geboren und studierte in Graz und Wien Rechtswissenschaften. Er war als Richter und von 2011 bis 2014 als Staatsanwalt bei der WKStA tätig. Im Justizministerium leitete er die Generaldirektion für den Strafvollzug.