Heuer um 4.197 weniger Wahlberechtigte als 2017. Bei der vorgezogenen Nationalratswahl am 29. September sind etwas weniger Stimmen zu holen als vor zwei Jahren.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 02. September 2019 (17:34)
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Gewählt wird am 29. September

Die Zahl der Wahlberechtigten ist gegenüber 2017 leicht geschrumpft, um 4.197 auf 6,396.796. Das ist der erste Rückgang seit 1995 - und insgesamt erst der dritte in der Zweiten Republik.

Der Rückgang ist mit 0,07 Prozent freilich ein sehr geringer - und nicht alle Bundesländer verzeichneten einen: Niederösterreich - seit 1999 ohnehin das wählerstärkste Bundesland - hat noch etwas (um 4.099) zugelegt, ebenso das drittgrößte Wahlland Oberösterreich (um 772). Beide Länder können mehr als eine Million Stimmen besteuern, weiterhin auch Wien - das allerdings 4.520 Wahlberechtigte verlor. So liegt Niederösterreich mit 1,292.901 Wahlberechtigten mittlerweile deutlich vor Wien (1,149.664), Oberösterreich hat 1,104.436.

Steiermark entfernte sich mit einem leichten Rückgang auf 965.659 wieder ein wenig von der Millionengrenze. Dafür sind die zwei kleinsten Bundesländer etwas gewachsen: Das Burgenland legte leicht auf 233.182 Wahlberechtigte zu, Vorarlberg auf 274.495. Den prozentuell stärksten Rückgang (allerdings auch nur um 0,55 Prozent) gab es in Kärnten.

Zurückzuführen ist der Rückgang insgesamt auf die Frauen: Von ihnen sind heuer österreichweit um 6.517 weniger wahlberechtigt als 2017 - während es um 2.320 Männer mehr sind. Schon 2017 war die Zahl der weiblichen Wahlberechtigten geschrumpft, damals hatte der Zuwachs bei den Männern allerdings noch das Minus bei den Frauen kompensiert. Mit 3,301.128 (das macht 51,61 Prozent aus) sind jedoch weiterhin etwas mehr weibliche als männliche Stimmen zu holen.

Nach den am Montag veröffentlichten endgültigen Zahlen leicht zugenommen haben letztlich (anders als in den vorläufigen Zahlen) die stimmberechtigten Auslandsösterreicher - die sich noch bis 8. August in die Wählerevidenz eintragen lassen konnte. Dies taten zuletzt noch einige, so dass heuer um 1.191 (1,96 Prozent) mehr von ihnen an der Wahl teilnehmen können als 2017. Insgesamt ist diese Wählergruppe allerdings klein; mit 61.953 macht sie nur 0,97 Prozent aller Wahlberechtigten aus.