Eisenstadt

Erstellt am 20. September 2017, 06:27

von BVZ Redaktion

Kampf um Nationalratseinzug: „Neue“ laufen um Stimmen. Erstes Antreten von FLÖ, „GILT“, KPÖ Plus, Liste Pilz und „Weißen“: Burgenland-Kandidaten im Überblick.

Zehn Listen stehen am 15. Oktober im Burgenland auf dem Stimmzettel. Neben den derzeit im Nationalrat vertretenen Parteien rittern fünf weitere um den Einzug ins Parlament.

Freie Liste Österreich: Mit Ex-FPÖ-Mann Herbert Schütz und LBL-Chef Manfred Kölly an der Spitze startet die FLÖ jetzt in den „echten“ Wahlkampf: „Wir werden zeigen, dass wir nicht nur nett lächeln können, sondern auch Inhalte haben“, verspricht Schütz „scharfe Kampfansagen“ und ist vom Einzug in den Nationalrat überzeugt.

„GILT“: Roland Düringers Landesliste führt der Mogersdorfer Arzt Michael Ehrenberger an. Der 59-Jährige, der allen Nationalratsabgeordneten ein Buch mit dem Titel „Wege der Hoffnung“ zugesandt hat, betreibt keinen klassischen Wahlkampf: Er führt vor allem „Gespräche im kleinen, vertrauten Kreis“.

KPÖ Plus: Der Zuspruch sei „recht gut“, freut sich Alexander Kerschbaum, Landeslisten-Erster und Finanzreferent der Jungen Grünen Burgenland. Das Ziel sei „natürlich in den Nationalrat zu kommen“, eine linke Alternative sei „jetzt wichtiger denn je“, so der 23-jährige Student aus Wulkaprodersdorf.

Liste Pilz: Ex-Grünen-Nationalrat Peter Pilz holte sich als Listenerste im Burgenland die ehemalige grüne Landesgeschäftsführerin Herta Emmer. Diese hält „aufgrund des starken Zuspruchs“ nun sogar „fünf bis sieben Prozent“ für möglich. Viele Leute, so Emmer, würden bei der Wahl Ausweichmöglichkeiten suchen. Am 23. September soll in Eisenstadt der Intensiv-Wahlkampf starten.

„Die Weißen“: Mit Johannes Hölzl tritt im Burgenland ein gebürtiger Salzburger, der in Wien lebt, als Spitzenkandidat an. Seine Beziehung zum Land sei aber eine enge, betont Hölzl im BVZ-Gespräch. Im Wahlkampf werde er jetzt wöchentlich im Burgenland unterwegs sein. „Einen Einzug ins Parlament sehe ich als durchaus realistisch.“