Regierungspoker: Minister in der Warteschleife. Doskozil (SPÖ) und Hofer (FPÖ) als mögliche Fixstarter. Debatten werden schärfer.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 20. September 2017 (06:47)
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Rot-Gold-Fest: SPÖ-Nationalrat Erwin Preiner, Minister Hans Peter Doskozil,Viktoria Schreiner, Daniela Winkler, Landeschef Hans Niessl und Frauenkirchens Bürgermeister Josef Ziniel (v.l.) im Vila Vita Pamhagen.
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NÖN/BVZ

Kaum ein Tag vergeht im Wahlkampf ohne „Warnung“ vor zukünftigen Koalitionen, so auch bei den jüngsten Veranstaltungen zur Nationalratswahl (siehe Fotos oben und unten).

„Aufbruch“-Tour in Eisenstadt. ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz wurde von Funktionären und Fans jubelnd empfangen.
Millendorfer

Während SPÖ-Minister Hans Peter Doskozil und Landeschef Hans Niessl eine Neuauflage von Schwarz-Blau in den Startlöchern sehen, warnt ÖVP-Chef Thomas Steiner vor Rot-Blau. Landesvize Hans Tschürtz (FP) hingegen ortet ein „Weiterwurschteln von Rot-Schwarz“.

Tschürtz schießt auch gegen Doskozil und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), indem er den künftigen „Sicherheitsminister“ im blauen Team sieht: So wäre der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer „ein unglaublich toller Außenminister“. Dieser hatte zuletzt jedoch angekündigt, in fünf Jahren wieder zur Bundespräsidentenwahl antreten zu wollen.

FPÖ-Landesrat Alexander Petschnig, der laut Tschürtz ebenfalls als „ministrabel“ gelte, meint auf BVZ-Anfrage: „Ich freue mich über die Wertschätzung meiner Arbeit und die liegt auch trotz Wahlkampf weiterhin im Fokus.“

Hans Peter Doskozil gilt als möglicher Fixstarter einer neuen Regierung, will sich aber ebenfalls nicht festlegen: „Diese Diskussion vor der Wahl zu führen, wäre ein Zeichen von Hochmut.“

Grüner Auftakt. Burgenland-Spitzenkandidatin Christiane Brunner startete in Oberwart mit ihrem Team in den Wahlkampf.
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