Krankenhaus Oberwart: Doskozil wird konkret. Die Kosten für den Neubau des Krankenhauses Oberwart sollen zwischen 200 und 300 Millionen Euro liegen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 28. August 2019 (06:33)
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Krankenhaus Oberwart Doskozil wird konkret
Der Neubau des Krankenhauses in Oberwart ist die größte Landesinvestition in der Geschichte des Burgenlandes. Die ursprünglich kolportierten Kosten von 160 Millionen werden nicht eingehalten. Der Neubau wird, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, über 200 Millionen Euro kosten.
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„Ich werde dafür sorgen, dass die Kosten für den Neubau des Krankenhauses Oberwart nicht überschritten werden“, das hat der damalige Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) im März 2016 gesagt.

Bei diesen 160 Millionen Euro wird es aber nicht bleiben, betonte Hans Peter Doskozil, damals noch Landesrat, im Herbst des Vorjahres und verwies darauf, dass es sich hierbei um einen „historischen Wert“ handle.

Bei „kolportierten 300 Millionen“ Euro handle es sich um „eine komplette Falschmeldung“, ergänzte Doskozil damals. Jetzt, ein Jahr später, nannte Landeshauptmann Doskozil im Zuge der Veranstaltung „Doskozil fragt nach“ in Oberwart, angesprochen auf den „Status quo“ beim Neubau des Krankenhauses, dass die Kosten für den Neubaudefinitiv „über 200 Millionen Euro, aber unter 300 Millionen Euro liegen.“

„Der Spatenstich wird um die Winterzeit sein“

Mit spitzer Zunge in Richtung ÖVP meinte Doskozil im nächsten Atemzug: „Diesen Schuldenhaufen nehmen wir in Kauf.“ Der Kostenplan für das Spital solle Ende 2019 auf dem Tisch liegen. Fest steht aber mittlerweile auch, dass der Neubau des Krankenhauses Oberwart aus dem Landesbudget bezahlt wird und nicht von der ausgelagerten Gesellschaft KRAGES.

Was den Neubau des Krankenhauses betrifft, liege man, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, im Zeitplan. „Der Spatenstich wird um die Winterzeit sein, wir sind aktuell im Ausschreibungsprozess.“ Über den Jahreswechsel hinweg soll mit den Bau begonnen werden, 2024 sollen die ersten Patienten behandelt werden.

Weitere Überlegungen gibt es, so Doskozil, das Transportwesen (Dialyse, Krankenhaustransporte) von der KRAGES selbst durchzuführen und nicht mehr auszulagern. Auch Labordienst für Externe sollen in Zukunft im Labor der Krankenanstalten gemacht werden. Geplant sei es auch, pro Bezirk ein Fachärztezentrum zu installieren, in dem KRAGES-Ärzte Visite machen.

Mittelfristig könne sich Doskozil auch vorstellen, zwei zentrale Bahnhöfe im Land zu haben, um die Pendlerproblematik zu lösen. Die Idee dahinter: Das Land organisiert die Zubringer, die ÖBB zahlt die Züge.