ÖBB-Aufsichtsratsrochaden: Hofer kontert Kritik. Aufregung um „Umfärbung“ bei der Bahn. Minister Nobert Hofer (FPÖ): „Es geht nicht um Parteipolitik.“

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. Februar 2018 (06:41)
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Infrastukturmi-nister Norbert Hofer: Verteidigt seine Umbesetzungen.

Mit der Neubesetzung des ÖBB-Aufsichtsrates setzte sich Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) heftiger Kritik aus. Dass er als Eigentümervertreter der Bundesbahnen vornehmlich FPÖ-nahe Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt hat, bezeichnete die Opposition als „Parteibuch-Besetzungen“, für die Ablöse der bisherigen Aufsichtsräte gäbe es „keinen sachlichen Grund“.

Prominentes Beispiel ist ÖBB-Aufsichtsratschefin Brigitte Ederer, die für Arnold Schiefer, Betriebswirt und Burschenschafts-Mitglied, Platz machen muss. Ederer spricht von einer „unprofessionellen Vorgangsweise“.

Kritik, die Norbert Hofer als „sachlich nicht gerechtfertigt“ ansieht. Er verteidigt die Neubesetzungen: „Es geht nicht um Parteipolitik, sondern um Qualifikation und Erfahrung.“ Zudem ersuchte Hofer um „Rücksicht auf das Unternehmen“: Die ÖBB sollen weiter zu den Top-Playern in Europa gehören.