Rauchen: Ruf nach Ausnahmen. Furcht vor Anrainerklagen auch bei burgenländischen Nachtlokalen. Kritik von „Rettet die Vereinsfeste“.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:16)
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Symbolbild

Mal ist es Gesetz, dann nicht – seit Kurzem ist nun wieder fix: Mit erstem November kommt das Rauchverbot in der Gastronomie. Die Diskussionen darüber sind – auch im Burgenland – freilich alles andere als verglüht.

BVZ
Perner: „Wir fordern Raucherkammerl, ähnlich wie es sie etwa in der Hotellerie gibt.“

Hunderte Gastronome österreichweit – allen voran aus der Nachtszene – haben sich kürzlich zusammengeschlossen und planen den Weg vor den Verfassungsgerichtshof. Bars, Clubs und Discos geht es dabei nicht um das Rauchverbot an und für sich, sondern um befürchtete Anzeigen verärgerter Anrainer. Auch burgenländische Lokale haben sich der Initiative angeschlossen, so Franz Perner, Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Burgenland gegenüber der BVZ – Zahlen oder Namen wollte er aufgrund der „heiklen Thematik“ nicht nennen. Einer der „auf jeden Fall dabei wäre, wenn mich wer fragt“ ist Patrik Koch, Betreiber der Disco James Dean in Eisenstadt.

Ohne Gesetzesanpassungen werde es nicht gehen, ist Perner überzeugt: „Für uns wären Raucherkammerl in Lokalen wichtig, damit man Raucher nicht auf die Straße treibt. Auch Gäste oder Mitarbeiter würden so nicht durch Rauch belästigt.“

privat
Krikler: „Öffentliche Veranstaltung ist mit interner Vereinssitzung nicht vergleichbar.“

Verboten ist künftig auch das Rauchen in Mehrzweckhallen sowie in Vereins- und Versammlungslokalen – egal ob öffentlich oder intern. Sascha Krikler von der Initiative „Rettet die Vereinsfeste“ fordert hier „mehr Klarheit in Bezug auf die interne Vereinsfreiheit.“