Doskozil kündigt eigene Corona-Strategie für den Herbst an

Erstellt am 16. Februar 2022 | 15:08
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Wolfgang Millendorfer
Mit Verweis auf die Entspannung der Corona-Lage im Land steht Doskozil zu den Öffnungsschritten. Zugleich vermisst er einen „klaren Fahrplan“ seitens des Bundes. Deshalb wird im Land nun ein eigener Plan ausgearbeitet.
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Im Burgenland sei eine deutliche Entspannung der Lage erkennbar, begrüßt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die bundesweiten Öffnungsschritte, die nun für 5. März angekündigt wurden. Bundesweit verzeichne das Burgenland auch die niedrigste Inzidenz und vor allem die höchste Impfquote mache sich bezahlt: „Die Spitalszahlen waren während der gesamten Omikron-Welle stabil. Auch in den Spitälern sinken die Zahlen“, so Doskozil.

Zugleich sei aber nicht nur die Vorgehensweise an Schulen offengeblieben, sondern auch jene in Sachen Impfpflicht. Zwar wurde eine Kommissionsentscheidung vor 15. März in Aussicht gestellt, mit der es zur temporären Aussetzung der Impfpflicht kommen könnte, „diese Entscheidung hätte ich mir aber bereits heute erwartet“, meint Doskozil: „Es ist ein klarer Widerspruch, mit 19. Februar in eine 3G-Systematik zu gehen und mit 5. März die 2G- und 3G-Systematik generell aufzugeben, aber gleichzeitig die Impfpflicht zu vollziehen. Daher gehen wir im Burgenland davon aus, dass es auch heutiger Sicht für die nächsten Monate zu keinem Vollzug der Impfpflicht kommen kann.“

„Verschärfung im Herbst realistisch“

Vom Bund verlangt der Landeschef nun einen klaren Fahrplan, man dürfe „keinesfalls dieselben Fehler wie letztes Jahr machen“: Angesichts der Tatsache, dass Expertinnen und Experten sich einig seien, dass es im Herbst zu einer neuerlichen Verschärfung der Lage kommen könne, vermisse er klare Vorgaben seitens der Bundesregierung. „Wir werden im Burgenland nach einer finalen Abstimmung mit Expertinnen und Experten jedenfalls eine Strategie für den Herbst präsentieren. Das sind wir den Burgenländerinnen und Burgenländern schuldig, denn nur aufgrund des Zusammenhaltes sind wir bislang so gut durch die Krise gekommen. Diesen Vorsprung wollen wir nicht verlieren.“