38 Prozent der Interventionen im öffentlichen Bereich. Der ÖGB Burgenland hat im Vorjahr einen starken Anstieg der Interventionen bei der Gewerkschaft younion verzeichnet, welche sich um die Anliegen der Beschäftigen im Gemeindedienst und bei Verbänden kümmert.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 17. April 2018 (12:22)
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Gewerkschafts-Bilanz: ÖGB-Landessekretär Andreas Rotpuller und ÖGB-Landesvorsitzender Erich Mauersics (v.l.).
Millendorfer

38 Prozent der Interventionen 2017 betrafen den öffentlichen Bereich - also den öffentlichen Dienst und den Gemeindedienst, geht aus der am Dienstag präsentierten Rechtsschutzbilanz hervor.

Der Anstieg sei durch Einsparungen zu erklären, berichtete ÖGB-Landessekretär Andreas Rotpuller. Probleme habe es bei den Einstufungen und den Tätigkeitsprofilen der Betroffenen gegeben. Dies komme zwar in allen Branchen vor, sei aber im öffentlichen Bereich bisher nicht so ausschlaggebend gewesen, meinte Rotpuller.

Insgesamt erstritten der ÖGB Burgenland und seine Gewerkschaften durch 3.634 Interventionen und 128 Klagen sowie bei Insolvenzen rund 3,3 Millionen Euro für ihre Mitglieder. Die Hälfte der Klagen betrafen das Baugewerbe. Die Zahl der Auskünfte und der Interventionen sei im Vergleich zu 2016 deutlich gestiegen, sagte Rotpuller. Insgesamt wurden im Vorjahr 29.897 Auskünfte erteilt.

Kritik an Bundesregierung

Der ÖGB-Landesvorsitzende Erich Mauersics kritisierte Vorhaben der Bundesregierung, wie etwa den 12-Stunden-Arbeitstag. Er stellte in diesem Zusammenhang österreichweite Protestmaßnahmen in Aussicht. "Ohne Protest wird das dann nicht über die Bühne gehen", so der Landesvorsitzende.

Im Vorjahr verzeichnete der ÖGB Burgenland mit 40.572 Mitgliedern ein leichtes Plus von 0,15 Prozent. Insgesamt gab es 1.403 Betriebsräte in 259 Betriebsratskörperschaften. Die Zahl der Personalvertreter im öffentlichen Bereich lag bei rund 540.