Corona: Die Oster-Maßnahmen im Überblick. Die Bundesregierung hat mit den drei östlichen Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vereinbart. Ein Überblick.

Von APA / BVZ.at und Norbert Oberndorfer. Update am 01. April 2021 (09:32)
Symbolbild
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Die von den Landeshauptleuten Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil (beide SPÖ) gemeinsam mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) verkündeten Verschärfungen im Detail. Der Lockdown wurde nun in allen drei Bundesländern verlängert. Er gilt von Gründonnerstag bis 11. April - nicht wie ursprünglich vorgesehen bis 6. April (Osterdienstag). 

AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN:

Über Ostern gelten Ausgangsbeschränkungen wie in den bisherigen strengen Lockdowns wieder rund um die Uhr. Derzeit ist das Verlassen des Hauses nur in der Nacht prinzipiell nicht gestattet. Von 1. bis 6. April gilt dies nun wieder von 0 bis 24 Uhr - mit den bekannten Ausnahmen Fahrt zur Arbeit, Aufenthalt bzw. Erholung im Freien (etwa Spaziergänge oder Individualsport), Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Abwendung von Gefahren.

KONTAKTE:

Die Kontakte sind während des Oster-Lockdowns wie schon in früheren "harten" Phasen nur sehr eingeschränkt gestattet. Erlaubt ist, dass jeweils nur eine Einzelperson eines Haushaltes mehrere Personen eines anderen Haushaltes gleichzeitig treffen darf. Osterfeiern sind also nur im kleinsten Rahmen möglich.

FFP2-MASKENPFLICHT:

Eine Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht auf alle Innenräume ist vorerst vom Tisch. Die FFP2-Maskenpflicht gilt wie bisher in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen. In Bereichen, wo viele Menschen auf engem Raum aufeinandertreffen, kann die Behörde eine lokal verordneten Maskenpflicht anordnen. In Wien gilt eine Maskenpflicht seit Gründonnerstag beispielsweise am Stephansplatz, Donaukanal und am Karlsplatz.

HANDEL:

Die Geschäfte werden von 1. bis 10. April geschlossen sein. Ausnahmen sind die Güter des täglichen Lebens - Lebensmittelhandel, Apotheken, Trafiken u.ä. bleiben geöffnet. Danach soll es Zugangstests im Handel geben. Handelsvertreter laufen jedoch Sturm gegen die Pläne. Ob sie umgesetzt werden, ist derzeit noch offen.  

FRISEURE:

Die persönlichen Dienstleister wie Friseure oder Kosmetikerinnen - bei denen bereits Testpflicht besteht - werden ebenfalls von Gründonnerstag bis 10. April geschlossen sein.

SCHULE:

In den Schulen wird es in der Woche nach Ostern (6. bis 9. April) wieder Distance Learning geben. Danach sind breitflächige PCR-Tests für Schüler und Lehrer geplant, die allerdings keine Zutrittsvoraussetzung für die Rückkehr in den Unterricht sein werden.

BETRIEBE:

In den Betrieben soll es ab 7. April ein Mal pro Woche Coronatests geben. Als Alternative soll das Homeoffice weiter intensiviert werden.

PENDLER:

Arbeitskräfte, die aus den östlichen Nachbarländern Tschechien, Slowakei und Ungarn nach Österreich einpendeln, müssen zwei Mal pro Woche einen negativen Covid-Test vorweisen und nicht nur ein Mal wie derzeit. An den Grenzen soll verstärkt kontrolliert werden.

KULTUR, FREIZEITEINRICHTUNGEN:

Museen und Ausstellungshäuser der Ostregion müssen zwischen 1. und 11. April schließen. Das gleiche gilt für Zoos und andere Freizeiteinrichtungen.

KIRCHE:

Gläubige dürfen in der Karwoche und in der Osterzeit in den Kirchen zu Gottesdiensten zusammenkommen. Die Bischöfe der Diözesen Eisenstadt, St. Pölten und Wien haben allerdings verfügt, dass Messen nur "unter strengsten und mit größter Sorgfalt wahrgenommenen" Präventionsmaßnahmen gefeiert werden dürfen - und zwar so kurz wie möglich und nach Möglichkeit im Freien.

SPORT UND SKIFAHREN:

Die 1+1 Regel (Eine Person eines Haushaltes darf einen anderen Haushalt treffen) gilt auch für Outdoor-Sportaktivitäten.

Im Kinder- und Jugendsport bis 18 Jahre sind Zusammenkünfte nicht erlaubt.

Für Skigebiete wird weiterhin ein Online-Ticket benötigt. Bis inklusive Ostermontag (5. April) haben die Skigebiete Hochkar und Zauberberg-Semmering noch geöffnet, neben Rax-Seilbahn (ganzjähriger Betrieb) und Schneeberg-Bahn, die auch von Skitouren-Geher genützt wird. Alle andere NÖ-Gebiete haben ihren Winterbetrieb schon eingestellt.