Kontrollen gegen Schlepper: „Aufrüsten“ an der Grenze. Schlepper agieren nun vorwiegend über die Slowakei. Im Raum Kittsee gibt es mehrmals täglich Kontrollen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 20. September 2017 (06:37)
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Grenzschutz. Polizeidirektor Martin Huber und Innenminister Wolfgang Sobotka beim „Lokalaugenschein“.
Archiv-Foto: Haider

Die Wege der Schlepper nach Österreich haben sich in letzter Zeit gewandelt. War bis vor geraumer Zeit zumeist die ungarisch-österreichische Grenze davon betroffen, versuchen die Verbrecher nun vorwiegend über die slowakische Grenze Flüchtlinge einzuschleusen.

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, gibt es nun mehrmals täglich Schwerpunkaktionen von Polizei und Bundesheer im Bereich Kittsee.

Im Konkreten gibt es „entlang des höher- und unterrangigen Straßennetzes, sprich Bundes- und Landesstraßen, sowie der A6 diese Kontrollen“, berichtet Polizeisprecher Helmut Greiner. Direkt an der Grenze wird nicht kontrolliert, da es diesbezüglich keine Vereinbarung zwischen der Slowakei und Österreich gibt.

Das Bundesheer unterstützt die Polizei bei den Kontrollmaßnahmen – im Bereich Bruck an der Leitha und im Raum Kittsee ein Zug mit insgesamt 31 Soldaten. „Das Bundesheer überwacht das Gelände oder es übt selbst die Kontrollen aus“, erklärt Wolfgang Gröbming von der Presseabteilung des Militärkommandos Burgenland.