FPÖ will „Gemeindemandate verdoppeln“. „Derzeit haben wir 80 Gemeinderäte, Ziel sind 160 und darüber hinaus“, so FPÖ-Landesparteichef Hans Tschürtz auf der Präsidiumsklausur am Donnerstag.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 20. Januar 2017 (09:42)
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Michaela Grabner

Die Gemeinderatswahl war das Schwerpunktthema einer Präsidiumsklausur, die die FPÖ Burgenland in Weppersdorf abgehalten hat. Man werde die Partei  für die Gemeinderatswahl öffnen, wie es dies noch nie gegeben habe, so Tschürtz. Dabei hat man zwei mögliche Wege fixiert: Einerseits die Kandidatur als „FPÖ und Parteifrei“, andererseits eine personenbezogene Namensliste.

„Diese Namenslisten können ausschließlich personenbezogen sein, weil wir den Fokus auf Personen richten wollen“, so Tschürtz. „So kann jeder mitarbeiten ohne Parteimitglied zu sein. Wir wollen keine Zwangsjackenpartei sein. Es kann nicht sein, dass jemand nur dann in der Gemeinde etwas arbeiten kann, wenn er einer Partei zugehörig ist.“ Die Ziele der Listen müssten allerdings mit den Zielvorstellungen und Werten der FPÖ vereinbar sein. Im Gegenzug bekomme die Namensliste alle Hilfe, die es in der FPÖ gibt.

Das Ziel der FPÖ für die Wahl ist die Verdoppelung der derzeitigen Mandate. „Wir haben derzeit 80 Gemeinderäte und Gemeindevorstände. Ziel sind 160 und darüber hinaus, desto mehr, desto besser“, so Tschürtz. Er habe auch drei bis vier Gemeinden im Kopf, wo er sich Chancen auf den Bürgermeister ausrechnet und teilweise neue Persönlichkeiten zur Partei gestoßen sind. Es gäbe schon viele Kandidaten, die feststehen, Namen wolle er aber noch keine nennen.

„Frauenpower in freiheitlicher Bewegung“

Auch das Konzept für den Wahlkampf wurde bei der Präsidiumsklausur vorgestellt. „Unsere Landesgeschäftsführerin hat heute ein  Konzept präsentiert, das im Detail fertig ist. Wir sind für die Gemeinderatswahl gerüstet“, so Tschürtz.

Für die kommenden Aufgaben hat die Landesgeschäftsführerin Petra Wagner zwei Regionalmanagerinnen an ihre Seite bekommen: Maria Nakovits aus Neusiedl am See für die Bezirke Neusiedl, Eisenstadt und Mattersburg sowie Manuela Tiller aus Rudersdorf für die Bezirke Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf.

„Es gibt Frauenpower in der freiheitlichen Bewegung“, freute sich Landesparteichef Hans Tschürtz. Den Damen wird Landesparteisekretär Christian Riess zur Seite stehen. Dieser wird im Sinne der Devise „Qualität statt Quantität“, die die FPÖ für die Wahl ausgegeben hat,  die Kandidaten hinsichtlich Themen wie Gemeindeordnung, Gemeindewahlordnung, Budget, vernünftige Oppositionsarbeit, etc. schulen. Hilfe bekommt er dabei vom FPÖ-Landtagsteam. Seine Unterstützung  hat auch Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer zugesagt. Er wird von Ende Februar bis Ende Juni dreizehn Termine im Burgenland absolvieren.