Heiße Debatte: „Landkrimi“ bewegte. Der Film „Grenzland“ sorgte im Netz für viele Reaktionen. BVZ lässt Fans, Kritiker und Darsteller zu Wort kommen.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 23. Januar 2019 (06:42)
Carina Fenz
Statisten. Julius Hirschbeck aus Ollersdorf, Manfred Tschank aus Welten (im Zivilberuf „echter Polizist“) und Jerome Thek aus Siget (v.l.) bei den Dreharbeiten im südburgenländischen Strem.

Spannung und Lokalkolorit sind die Zutaten der ORF-„Landkrimis“ – und in den einzelnen Regionen wird ganz genau hingeschaut. So auch beim zweiten Fall aus dem Burgenland, der in der Vorwoche ausgestrahlt wurde. Bei einer Umfrage konnte man gleich danach auf BVZ.at mitvoten:

Burgenland-Krimi

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In „Grenzland“ ermittelten Brigitte Kren und Christoph F. Krutzler im Südburgenland in einem Mädchenmord gegen einen tatverdächtigen Syrer und mussten gegen Selbstjustiz einschreiten. Die Darstellung des Burgenlandes gefiel nicht allen.

Graf-Film
Im Einsatz. Hauptdarsteller Christoph F. Krutzler im ORF-„Landkrimi“. Foto: Graf-Film

Neben der Kritik an Klischees meinte ein User auch, es sehe aus, „wie wenn’s den Krimi in Rumänien gedreht hätten und nicht im Burgenland“. Auf der Facebook-Seite der BVZ, die einmal mehr zum Diskussionsforum wurde, gab es aber auch viele positive Reaktionen.

Dabei hatte der „Landkrimi“ aufgrund seiner Thematik bei der Bundes-FPÖ sogar politisch für Kritik gesorgt. Leserin Roswitha Nussbaumer wiederum schrieb: „Vielleicht hat der Krimi ein bisschen zum Abbau der Vorurteile beigetragen.“ Auch Manfred Tschank, Bezirkskommandant der Polizei Jennersdorf, der als Statist dabei war, meinte: „Wenn man zwischen den Zeilen liest, hat man gesehen, dass man keine voreiligen Schlüsse ziehen kann.“

Und der burgenländische Hauptdarsteller Krutzler sagte im BVZ-Gespräch: „Leichter Stoff war das sicher nicht. Aber genau in solchen Zeiten muss man solche Filme machen. Die Kunst soll ja zur Diskussion beitragen.“

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