Tschürtz holt sich Tipps aus Bayern. Eine Delegation rund um Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, Landessicherheitszentrale-Chef Christian Spuller und Sicherheitsexperte Herbert Wagner reisen derzeit nach Regensburg und München, um sich von der Bayrischen Sicherheitswacht Anregungen für die Sicherheitspartner im Burgenland zu holen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. Oktober 2019 (12:09)
Wagentristl, BVZ
Herbert "Henk" Wagner (Wagner Sicherheit GmbH), Markus Fuchs (Polizei Oberpfalz), Johann Tschürtz, Robert Hausmann (Polizeidirektor Oberpfalz), Christian Spuller (Landessicherheitszentrale)

Ehrenamtliche Hüter der guten Ordnung

Die Sicherheitswacht im Bayrischen Bezirk Oberpfalz besteht aus derzeit 1.100 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die uniformiert durch Städte wie Regensburg patroullieren, um die Polizei zu unterstützen. Die Aufgaben der speziell ausgebildeten Freiwilligen sind sowohl touristischer Natur (sie stehen Ortsfremden mit Rat und Tat zur Verfügung), als auch ordnungs-polizeilicher. Sollte eine geringfügige Ordnungswidrigkeit (vor allem Ruhestörungen) begangen werden, versuchen die Sicherheitswächter deskalierend auf die Situation einzuwirken, damit eben nicht die Polizei gerufen werden muss und diese sich auf sicherheitspolizeiliche Tätigkeiten konzentrieren kann.

Der Vizepräsident der Oberpfälzischen Polizei schwärmte von der Zusammenarbeit:

 "Wenn es die Sicherheitswacht noch nicht gäbe, müsste man sie für Bayern erfinden." Polizei-Vizepräsident Thomas Schöniger

 Er und Polizeidirektor Robert Hausmann führte die burgenländische Direktion rund um Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz durch die Polizeistationen, Sicherheitswachten und integrierte Leitstellen, wo Berufsfeuerwehr und örtliche Polizei gemeinsam ihren Dienst versehen. Tschürtz, der sein politisches Hauptaugenmerk auf die Sicherheitsagenden des Landes legt und die Idee der Sicherheitspartner im Burgenland entworfen hatte, holte sich so manche Inspiration in der Oberpfalz: "Was die Bayrischen Kollegen hier bewerkstelligen ist bemerkenswert. Das erhöht das Sicherheitsgefühl der Menschen und wir werden uns überlegen, wie wir unser Konzept der Sicherheitspartner mit dem der Sicherheitswacht verschmelzen können."

 Abgegoltenes Ehrenamt

 Die Sicherheitswächter profitieren von einem arbeitsrechtlichen Spezifikum in Bayern, dem ehrenamtlichen Vertrag. Der ermöglicht es den Ehrenamtlichen bis zu 2.400 Euro im Jahr steuerfrei für ihr Ehrenamt zu verdienen, um damit Kosten zu decken, die im Ehrenamt nun mal entstehen. Tschürtz: 

 "Auch das wäre überlegenswert für das Burgenland." Landeshautpmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, FPÖ

 Treffen mit bayrischem Staatssekretär für Inneres

  Heute Abend steht noch ein Treffen mit dem Bayrischen Staatssekretär für Inneres, Gerhard Eck, am Programm. Die BVZ wird berichten.