Burgenland-Rechnungshof prüfte Stoob und Weppersdorf. Der Burgenländische Landesrechnungshof (BLRH) hat die zwei Gemeinden Stoob und Weppersdorf geprüft und festgestellt, dass beide auf einer soliden finanziellen Basis stehen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 30. Juni 2021 (14:00)
Rechnungshof
Symbolbild
NOEN, zVg

Schwerpunkt der Prüfung waren die Kindergärten und hier zeigte sich der hohe Eigenfinanzierungsanteil der beiden Ortschaften im Bezirk Oberpullendorf.

Der BLRH hat erstmals zwei Gemeindeprüfungen mit demselben Schwerpunkt durchgeführt. Im zweiten Halbjahr werden auch jene zu Stotzing und Litzelsdorf abgeschlossen sein. Kontrolliert wurde die Gebarung mit Schwerpunkt auf der Kinderbetreuung im Zeitraum von 2017 bis Juni 2020 (Rechnungsabschluss 2019). Hierzu wurden Kennzahlen zur Betreuung in den Kindergärten gegenübergestellt.

Festgestellt wurden dabei erwartungsgemäß signifikant höhere Ausgaben als Einnahmen. Stoob wies 2019 bei der Gebarung der Kindergärten ein negatives Jahresergebnis von rund 146.000 Euro aus, Weppersdorf 224.000 Euro. Der Eigenfinanzierungsanteil beider Gemeinden lag bei rund 50 Prozent. Setzt man den Eigenfinanzierungsanteil ins Verhältnis zur Zahl der Kinder, ergibt sich für Stoob ein Eigenfinanzierungsanteil von 3.955 Euro pro Kind 2019 und für Weppersdorf 3.253 Euro pro Kind. Setzt man die Elternbeiträge in Relation zu den Gesamtausgaben für die Betreuungseinrichtungen, konnten die Elternbeiträge 5,6 Prozent (Stoob) und 6,4 Prozent (Weppersdorf) der Ausgaben für die Kindergärten decken.

Unabhängig von Detailunterschieden zeige die Gegenüberstellung beider Prüfberichte die geringen Gestaltungsspielräume zur Verringerung des Eigenfinanzierungsanteils auf. Der BLRH hob daher die solide Finanzsituation beider Gemeinden hervor. Angesichts der kontinuierlich positiven Gebarungsergebnisse konnten sowohl Weppersdorf als auch Stoob im Prüfzeitraum stets ausreichend liquide Mittel lukrieren, um ihre Ausgaben im ordentlichen Haushalt zu decken. Auch die Mittel für den Eigenfinanzierungsanteil an den Kindergärten seien daher immer gesichert gewesen, erklärte Landesrechnungshof-Direktor Andreas Mihalits.