Nationalratswahl: Das war die BVZ-Podiumsdiskussion. Die BVZ lud die Burgenland-Spitzenkandidaten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS zur Diskussionsrunde an der FH in Eisenstadt. Neben kontroversiellen Themen zeigten sich auch Gemeinsamkeiten der Parteien.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 04. Oktober 2017 (12:03)
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In der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Fachhochschule in Eisenstadt diskutierte BVZ-Chefradakteur Markus Stefanitsch Dienstagabend mit den Landes-Spitzenkandidaten der Nationalratsparteien: Hans Peter Doskozil (SPÖ), Gaby Schwarz (ÖVP), Norbert Hofer (FPÖ), Christiane Brunner (Grüne) und Cornelia Amon-Konrath (NEOS) gaben dabei Einblick in die Wahlprogramme ihrer Parteien.

In der bewusst sachlich-kritisch angelegten Diskussion wurden Themen wie Migration und Integration, Arbeitsplätze oder Bildung behandelt. Zur Sprache kamen auch gegenseitige Vorwürfe – etwa beim aktuellen Dauerbrenner „Facebook-Affäre“ oder von der Opposition kritisierten „Versäumnissen“ der Bundesregierung. In so manchem Punkt zeigten die Spitzenkandidaten aber auch Einigkeit.

Mit Applaus unterstützt wurden die Podiums-Teilnehmer von prominenten Partei-Kollegen und Anhängern im Publikum. Für den einen oder anderen Lacher sorgte zum Abschluss die „Word-Rap“-Runde mit persönlichen Fragen an die Spitzenkandidaten.

Alles zur Podiumsdiskussion lest ihr am Mittwoch, dem 11. Oktober, in eurer BVZ-Printausgabe.

Aus der Diskussion – Zitate der Spitzenkandidaten

Hans Peter Doskozil (SPÖ) zu Wirtschaftsfragen

„Aus meiner Sicht muss man nicht immer etwas Neues erfinden. Mit den Sozialpartnern sind wir bisher immer gut gefahren und die müssen wir auch wesentlich einbinden. Wenn wir das nicht machen, werden wir in einen Wirtschaftsliberalismus reinlaufen.“

Gaby Schwarz (ÖVP) zur Grenzöffnung 2015

„Hans Peter Doskozil war bei der Flüchtlingskrise 2015 als Polizeidirektor an der Grenze, ich für das Rote Kreuz. So etwas darf nicht noch einmal passieren. Damals war es die einzige Möglichkeit, dieser Situation zu begegnen. Heute wissen wir es besser.“

Norbert Hofer (FPÖ) über Koalitionsfragen

„In einer Koalition muss man nicht nur ein Auge auf das Programm haben, sondern auch auf ein gewisses Vertrauen zwischen den Parteichefs. Eine Koalition ist nämlich auch wie eine Ehe, in der es schwierige Phasen gibt, die man durchstehen muss.“

Christiane Brunner (Grüne) zum Klimaschutz

„In den letzten Monaten sind Dinge passiert, die nicht erfreulich waren. Aber das, wofür die Grünen stehen, bleibt unverändert: Wir stehen für den Klimaschutz. Und in dieser wichtigen Frage werden die kommenden fünf Jahre entscheiden.“

Cornelia Amon-Konrath (NEOS) über „Dirty Campaigning“

„Wir setzen uns genau aus diesem Grund für mehr Transparenz ein. Wenn die Parteifinanzen komplett offen liegen, wie das bei NEOS der Fall ist, dann ist auch klar, dass so etwas wie diese ,Facebook-Affäre‘ nicht passieren kann.“