Ein halbes Jahr Landeshauptmann Doskozil. Die burgenländische SPÖ hat am Dienstag zufrieden Bilanz über ein halbes Jahr Hans Peter Doskozil als Landeshauptmann gezogen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 03. September 2019 (12:24)
Wolfgang Millendorfer
Hans Peter Doskozil

Doskozil habe in seiner bisherigen Amtszeit zahlreiche Projekte auf Schiene gebracht, darunter den Gratiskindergarten, den Zukunftsplan Pflege und den Mindestlohn von 1.700 Euro, betonten die Landesgeschäftsführer Christian Dax und Roland Fürst bei einer Pressekonferenz.

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Bilanz. Das SPÖ-Geschäftsführer-Duo Roland Fürst und Christian Dax (v.l.).

Insbesondere mit dem Mindestlohn in Höhe von 1.700 Euro, der am 1. Jänner in Kraft treten soll, habe der Landeshauptmann "überrascht" und "ein Zeichen gesetzt", sagte Fürst. Während im Bund lange über 1.500 Euro Mindestlohn diskutiert worden sei, werde Doskozil gleich 1.700 Euro umsetzen.

Mit der Einführung des Gratiskindergartens habe man im Burgenland die Eltern entlastet und die "wichtigste Bildungseinrichtung freigestellt". Außerdem sei man mit dem neuen Gesetz bei den Schließtagen im österreichweiten Vergleich nicht mehr Schlusslicht. "Wir haben uns nach oben katapultiert", so Fürst, der auch den "Zukunftsplan Pflege" als einzigartig "in Österreich und Europa" und die "Biowende" hervorstrich.

"Dynamisch und flexibel" auf Veränderungen reagiert

Doskozil setze sich zudem für die "optimale ärztliche Versorgung von Nord bis Süd" ein. Mit der Erhöhung der Hilfszahlungen bei Katastrophenschäden nach zahlreichen Unwettern im Burgenland habe er außerdem gezeigt, dass er "dynamisch und flexibel auf Veränderungen reagieren" könne.

Weitere wichtige Projekte im ersten halben Jahr als Landeshauptmann seien die kostenlose Englischstunde für alle Volksschulkinder und die Lärmschutzwand an der A3 bei Großhöflein, die bis 2021 errichtet werden soll, gewesen. Der geplante Umbau des Krankenhauses Oberwart sei außerdem ein "riesengroßer Schritt in Richtung Zukunft, in Richtung Steigerung der Lebensqualität", betonte Dax.

Auch im Bereich der Kultur habe Doskozil einiges erreicht. So könne sich das Burgenland etwa durch die Opernfestspiele in St. Margarethen, die heuer nach Streitigkeiten wieder stattfanden, und das Schloss Tabor, das zum Landeskulturzentrum werden soll, weiterhin als "starkes Kulturland positionieren".

Doskozil wolle "nicht groß reden, sondern daran gemessen werden, was umgesetzt wird", sagte Dax. Fürst appellierte an die Opposition, sich bei ihrer Kritik mehr "an der Sache" zu orientieren. "Dort wo man etwas tut, nicht nur verwaltet, sondern gestaltet, gibt es immer die Möglichkeit, etwas zu kritisieren", betonte er, dass konstruktive Kritik auch die Aufgabe der Opposition sei.