„Zukunftsranking“: Burgenlands Bezirke im Vergleich. Der jährliche Vergleich aller österreichischen Bezirke zeigt in manchen Bereichen Aufholbedarf. Mit ihren Platzierungen sind nicht alle Bezirke zufrieden.

Von Alexandra Gollubics-Prath und Carina Fenz. Erstellt am 01. Mai 2019 (06:35)
Nina Sorger
Rückfall, aber trotzdem im Spitzenfeld: Eisenstadt.

Zum zweiten Mal hat die Linzer Agentur Pöchhacker Innovation Consulting GmbH (P-IC) eine Studie zur Zukunftsfähigkeit der 79 Bezirke und 15 Statutarstädte in Österreich erstellt. Platz eins von 94 im sogenannten Zukunftsranking ging wie im Vorjahr an Krems an der Donau. Für die burgenländischen Bezirke weist die Studie Licht und Schatten auf.

BVZ

Die Landeshauptstadt Eisenstadt fiel zwar aus den Top-Drei, konnte mit Platz sechs aber wieder eine Spitzenplatzierung verbuchen (siehe Grafik links). Der Bezirk Oberpullendorf wiederum hat sich gegenüber dem Vorjahr um 18 Ränge verschlechtert und zählt damit zu den „Top-Absteigern“. Was weiters ins Auge sticht: Der gemeinhin als „boomend“ bezeichnete Bezirk Neusiedl am See liegt im Vergleich zum eher als strukturschwach geltenden Landessüden im Schlussfeld.

Ausschlaggebend dafür seien vor allem Wirtschaftsindikatoren, erklärte Studien-Co-Autor Johannes Scherk gegenüber der BVZ. Dass die als „lebenswert“ geltenden Regionen des Landes im Österreich-Ranking schlechter abschneiden, erklärt Scherk unter anderem mit Indikatoren wie einem Rückgang der Ärztedichte, der Anzahl der Kindertagesstätten oder steigenden Zahlen im Fall der „kommunalen Schuldenlast“.