Ärztemangel: Burgenland kooperiert mit der DPU Krems

Erstellt am 01. April 2022 | 05:58
Lesezeit: 2 Min
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Direktor Robert Wagner von der DPU Krems und Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil vereinbarten eine Kooperation. Das Bundesland finanziert 55 Medizin-Studienplätze.
Foto: Pressedienst Burgenland
Land finanziert 55 Medizin-Studienplätze an der Danube Private University in Krems. Absolventen müssen im Burgenland arbeiten.
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Um dem Ärztemangel zu begegnen, wird das Burgenland bis 2027 jährlich 55 Medizin-Studienplätze an der Danube Private University (DPU) in Krems finanzieren. Das hat Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil im Rahmen einer Pressekonferenz mit DPU-Direktor Robert Wagner verkündet.

Bedingung ist, dass sich die angehenden Mediziner nach Absolvierung des Studiums verpflichten, mindestens fünf Jahre als niedergelassener Arzt auf einer Kassenvertragsstelle oder in einem Spital im Burgenland zu arbeiten. „Wenn der österreichische Steuerzahler das Medizinstudium mitfinanziert, dann hat der Steuerzahler auch ein Anrecht darauf, dass ausgebildete Mediziner auch in Österreich zur Verfügung stehen“, die Bundesregierung schaffe es aber nicht, dies zu regeln, kritisierte Doskozil.

Aus burgenländischer Sicht wolle man nicht zuwarten, denn der Ärztemangel werde sich in den nächsten zehn Jahren noch verschärfen. Zusammen mit bereits bestehenden Stipendiaten erwartet sich das Burgenland durch die Kooperation mit der DPU bis 2027 360 vollwertig ausgebildete Ärzte. Fünf Millionen Euro sind laut Doskozil dafür jährlich vorgesehen. Darüber hinaus soll es bis 2025 einen eigenen Standort der DPU im Burgenland geben. Jene Studierenden, die in Krems ihre Ausbildung begonnen haben, können dann ins Burgenland wechseln und ihr Studium finalisieren.