Landtag gedachte verstorbenem Landesrat Gerald Mader. Der Burgenländische Landtag hat am Mittwoch dem in der Vorwoche im 94. Lebensjahr verstorbenen früheren Landesrat Gerald Mader (SPÖ) gedacht.

Von APA Red. Erstellt am 15. Mai 2019 (13:53)
Wolfgang Millendorfer

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ) hoben in der Trauersitzung Maders Verdienste um die Sozial- und Kulturpolitik des Landes sowie den Einsatz für sein Lebenswerk, das Friedenszentrum in Stadtschlaining, hervor.

"Er hat sich eingesetzt in einem Ausmaß, das man sicherlich bewundern muss."Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

"Wir trauern gemeinsam mit Wegbegleitern und Freunden und nehmen Abschied von einem besonderen Menschen, der bleibende Spuren im Burgenland hinterlassen hat", sagte Dunst. An der Trauersitzung nahmen neben Familienangehörigen des Verstorbenen auch die früheren Landeschefs Hans Niessl und Hans Sipötz (beide SPÖ) sowie ehemalige Regierungsmitglieder teil.

Wolfgang Millendorfer

Mader, der von 1971 bis 1984 der Landesregierung angehörte, habe die Sozialpolitik im Burgenland beispielgebend gestaltet und habe es geschafft, die Kulturzentren zu etablieren, sagte Doskozil. Er habe die Erwachsenenbildungseinrichtung der Volkshochschulen ins Leben gerufen und die burgenländische Kulturlandschaft mitgestaltet. Maders außerordentliche Leistung werde noch lange Zeit nachwirken.

Der Landeshauptmann würdigte auch die Verdienste des Verstorbenen für das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung in Stadtschlaining. Mader habe für dessen Erhalt gekämpft: "Er hat sich eingesetzt in einem Ausmaß, das man sicherlich bewundern muss."

Als Präsident des Friedenszentrums habe Mader über die Grenzen des Burgenlandes hinaus und auch international nachhaltig für eine friedlichere und damit bessere Welt gewirkt. "Dieses Vermächtnis ist ein Aufruf für uns und dieses Vermächtnis werden wir für die Zukunft weitertragen", sagte Doskozil.