Weiter Debatte über A3, Grenz-Straßen im Bau. Während im Burgenland über die Verlängerung der A3 diskutiert wird, baut Ungarn eifrig weiter. Eine Lösung ist in Arbeit.

Von Wolfgang Millendorfer und Markus Wagentristl. Erstellt am 24. Juli 2019 (06:45)
NIF/BVZ
Ungarische Pläne. Auf Höhe Sopron soll die Haupt-Route bis zur Grenze verlängert werden. Foto. NIF/BVZ

„Eine Weiterführung der A3 gibt es nur, wenn alle betroffenen Gemeinden zustimmen und wenn die Lärmschutz-Maßnahmen passen“, hat Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SP) immer wieder betont. Landesrat Alexander Petschnig (FP) wiederum forderte zuletzt einen „möglichst raschen Ausbau“.

Fix ist, dass auf ungarischer Seite bereits am hochrangigen Straßennetz weitergebaut wird. Laut Plänen des staatlichen ungarischen Unternehmens NIF wird derzeit an der Umfahrung Sopron-Ost gearbeitet (siehe grüne Markierung im Plan oben).

Die vierspurige Straße wird nach Fertigstellung mit 110 Stundenkilometern befahrbar sein. Als möglicher Anschluss könnte eine Verlängerung der A3 dienen. Laut Plan läuft die nächste Ausbauphase in Richtung Grenzübergang Klingenbach. Derzeit ist auf ungarischer Seite aber auch die Straße zwischen Fertörakos und St. Margarethen für Erneuerungs-Arbeiten gesperrt, womit sich für den „Lückenschluss eine zweite Option ergeben“ würde.

Auf burgenländischer Seite hingegen haben sich von Eisenstadt bis Zagersdorf Bürgerinitiativen formiert, die durch die Öffnung des „Großen Tors zu Ungarn“ erhebliche Belastungen befürchten.

„Dass auf ungarischer Seite bis zur Grenze gebaut wird, gilt ja als fix“, meint FPÖ-Landesrat Petschnig, „also braucht es eine Entlastung der Gemeinden, natürlich nur in Abstimmung mit der Bevölkerung.“ An einer Lösung arbeiten Infrastruktur-Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) und Landeschef Doskozil. In dessen Büro wird auch auf laufende Gespräche mit Ungarn verwiesen.