Kulturstandort Güssing: Land mit Informationsoffensive. Das Land Burgenland hat am Dienstag eine Informationsoffensive für die Volksbefragung zum Kulturstandort Güssing am 27. Juni gestartet.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 25. Mai 2021 (14:50)
Hans-Peter Doskozil sagte, das bestehende Kulturzentrum müsse auf jeden Fall umfassend saniert werden.
APA/Robert Jäger

Auf diese Weise sollen die Bewohner des Bezirks über die beiden alternativen Projekte informiert werden, über die sie abstimmen können: die Modernisierung und Sanierung des bestehenden Kulturzentrums und den Neubau eines solchen Zentrums auf der Burg, wie Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) betonte.

Damit die Bewohner eine Entscheidung darüber treffen können, welches der beiden Vorhaben umgesetzt werden soll, werden ihnen über Inserate, Informationsschreiben, Info-Bauzäune und über die Website www.meinburgenland.at/guessing Details dazu vermittelt.

Das bestehende Kulturzentrum müsste laut Doskozil jedenfalls umfassend saniert werden. "Angesichts des schlechten Bauzustandes ist der Investitionsbedarf so groß, dass er auch einen alternativen Neubau rechtfertigt", sagte er.

Das Dach, die Fassade, die Bodenplatte und die Tragkonstruktion seien beschädigt, die Haustechnik veraltet. Außerdem sollen die beiden Veranstaltungssäle modernisiert, der Innenhof überdacht und das Restaurant auf den neuesten Stand gebracht werden. Geplant ist auch die Errichtung einer neuen Ausstellungsebene und einer Restaurantterrasse, sagte Doskozil. Kosten würde das rund 20 bis 25 Millionen Euro.

Auf der Burg Güssing müsste hingegen alles neu errichtet werden: ein Veranstaltungszentrum mit Kultursaal, eine Freilufttribüne im Burghof, Nebenräume für Tickets, Garderoben und Toiletten, ein Restaurant mit Terrasse, Studios, Klubräume und eine Bibliothek. Außerdem soll die Erreichbarkeit der Burg durch Parkplätze, zwei Aufzüge und eine Standseilbahn ins Stadtzentrum verbessert werden. Hier würden die Kosten bei 50 bis 55 Millionen Euro liegen.

Nach der Volksbefragung soll die konkrete Ausgestaltung des Siegerprojektes im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbes festgelegt werden. Der Baustart ist für 2023 geplant.