TU-Professor Gerald Goger ist neuer BELIG-Chef. Der gebürtige Markt Allhauer folgt mit 1. November offiziell dem nach 15 Jahren in den Ruhestand tretenden Heinz Fellner als Geschäftsführer nach.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 24. Oktober 2019 (11:13)
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Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, neuer BELIG-Geschäftsführer Gerald Goger und Landesholding-Geschäftsführer Hans Peter Rucker (v.l.). Foto: Alexandra Gollubics-Prath
Alexandra Gollubics-Prath

Das Rätselraten um die Nachfolge von Heinz Fellner an der Spitze der Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH (BELIG) ist zu Ende: Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) und Landesholding-Geschäftsführer Hans Peter Rucker präsentierten nun den 48-jährigen Universitätsprofessor Gerald Goger als neuen Geschäftsführer der Tochtergesellschaft der Landesholding.

Insgesamt hätten sich 45 Personen beworben, so Rucker, 13 davon seien „aufgrund ihrer Qualifikation“ zu vertiefenden Gesprächen eingeladen worden. Aus diesen 13 habe der externe Personalberater Arthur Hunt eine Short-List aus fünf mit „sehr gut“ beurteilten Kandidaten erstellt, woraus wiederum Goger als bestgereihter hervorgegangen sei – dessen Vertrag läuft für die nächsten fünf Jahre.

„BELIG zukunftsfit machen“

Mit dem Lehrenden für Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik an der TU Wien und zuvor in der Privatwirtschaft tätigen Goger habe man einen „Experten von der Baumanagement-Seite“ gewinnen können, hob Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) hervor. Dieser  habe zudem bereits in den letzten Monaten ein Restrukturierungskonzept für die BELIG erarbeitet und so das Unternehmen „sehr gut kennenlernen können.“ Die BELIG könne auf eine positive Entwicklung in den letzten Jahren und Jahrzehnten verweisen – der bisherige Geschäftsführer Heinz Fellner habe „hervorragende Arbeit“ geleistet – nichtsdestotrotz gehe es darum, das Unternehmen „zukunftsfit“ zu machen.

Goger selbst sprach von „einer Herausforderung“, es biete sich aber auch die Möglichkeit „viele Dinge, die uns in der Wissenschaft aufgefallen sind, in der Praxis umzusetzen.“ Er werde sein neues Amt „mit voller Kraft antreten“, „vordergründige große Probleme“ sehe er nicht. Zunächst  werde er sich  Zeit für „intensive Mitarbeitergespräche“ nehmen und versuchen, sich ein detailliertes Bild zu machen, um nötige „Strukturanpassungen“ vorzunehmen. Künftige Zielsetzungen seien eine verstärkte Nutzung von Synergien und von „Insourcing“, also dem Nutzen „interner Fachkompetenz“,  sowie „nicht nur auf Planungs- und Baukosten zu schauen, sondern auch verstärkt Betriebskosten in Betracht zu ziehen.“