Corona-Blues im Burgenland

Erstellt am 20. Januar 2022 | 06:01
Lesezeit: 2 Min
Quarantäne Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Liudmyla Guniavaia
Die Pandemie drückt auf die Stimmung, vor allem in der Arbeit sind viele Burgenländer unglücklich.
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Das sonnige pannonische Gemüt hat sich verdunkelt. Das Meinungsforschungs-Institut Marketmind befragte im Auftrag von Billa 99 Interviewpartner aus dem Burgenland nach ihrem Wohlbefinden. Das eindeutige Ergebnis: Die Corona-Krise gab diesem einen deutlichen Dämpfer.

Glücklich bei der Familie, traurig in der Arbeit

Der Wohlfühlfaktor im Burgenland sank von 2019 auf 2020 um über sieben Prozent und machte die Burgenländer zu den unglücklichsten Österreichern. Im Vorjahr stieg das Wohlsein wieder etwas. Plus 1,5 Punkte waren genug, um das für seinen Grant berühmte Wien hinter uns zu lassen.

Die Details bieten aber auch überraschende Ergebnisse. Hätten sie einen Wunsch frei, würden sich im Burgenland nur 8,8 Prozent der Befragten wünschen, dass die Pandemie beendet wird – der mit Abstand niedrigste Wert in Österreich. Dafür wünschen sich 22 Prozent mehr Geld – der Höchstwert im Bundesvergleich. Der zweit-sehnlichste Wunsch wäre übrigens eine verbesserte Wohnsituation.

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Foto: BVZ

Wo fühlen sich die Burgenländerinnen und Burgenländer am wohlsten? Eindeutig bei der Familie und im Freundeskreis. Während sich hier fast 70 Prozent der Befragten wohlfühlen, sind es in der Arbeit gerade einmal 50,8 Prozent – der niedrigste Wert in ganz Österreich.

Weniger Fleisch, dafür mehr Geld sparen

Auch an ihrer Ernährung wollen die Befragten aus dem Burgenland arbeiten: Fast jeder Zweite will abnehmen, rund jeder Vierte weniger Fleisch essen – weit mehr als anderswo in Österreich. Auch das Interesse an veganer Ernährung ist im Burgenland nach Vorarlberg das höchste in Österreich. Die Regionalität der Produkte ist im Burgenland überdurchschnittlich vielen Befragten ein Anliegen (73,8 Prozent), die Saisonalität (65,5 Prozent) hingegen nur unterdurchschnittlich vielen. Hinzu kommt, dass viele den sprichwörtlichen Gürtel enger schnallen wollen, nämlich 41,5 Prozent: Sie gaben an, mehr sparen zu wollen.