Burgenländische Landesholding mit 141.000 Euro Gewinn. Die Landesholding Burgenland weist in ihrer Bilanz 2016 einen Jahresgewinn von 141.000 Euro aus.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 18. September 2017 (12:21)
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Hans Peter Rucker
Energie Burgenland

Das gab Geschäftsführer Hans Peter Rucker am Montag in Eisenstadt bekannt. Dies sei "eine gute Basis", meinte Rucker. Man werde diesen Gewinn heuer noch übertreffen: "Wir wollen uns in Richtung eine Million Euro Gewinn hin entwickeln und auf gesunden und wirtschaftlich stabilen Beinen stehen".

Man lege nun quasi die erste Bilanz der Landesholding Neu. "Ich traue mir heute zu sagen: Die Landesholding Burgenland hat die Erwartungen, die die Landespolitik in sie gesetzt hat, erfüllt", meinte Rucker. Man habe die Kennziffern in der Unternehmensgruppe verbessert, Bankverbindlichkeiten reduziert und die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, welche die Landespolitik eingefordert habe. Acht "Säulen" bzw. Geschäftsbereiche wurden definiert - darunter zum Beispiel Energie, Kultur, Infrastruktur, Immobilien, Forschung und Bildung sowie Gesundheit und Soziales. Insgesamt seien rund 90 Unternehmen Teil der Landesholding.

"Bündeln und bewegen"

Im Vorjahr habe man viele Unternehmen in die Holding integriert - etwa die Fachhochschule Burgenland, Forschung Burgenland, die Verkehrsinfrastruktur Burgenland, die Neusiedler Seebahn und die Kultur-Betriebe Burgenland. Derzeit sei es die große Aufgabe, die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft m.b.H.) einzugliedern. Wo es Sinn mache, seien unter dem Motto: "Bündeln und bewegen" auch Unternehmen zusammengeführt worden, etwa im Bereich der Forschung, wo drei Gesellschaften zu einer verschmolzen wurden.

Die Landesholding in neuer Form und mit neuer Geschäftsführung gibt es seit 1. Jänner 2016. Inzwischen habe man ein Beteiligungscontrolling, ein Risikomanagementsystem bzw. eine Konzernrevision eingerichtet. Wenn in gewissen Bereichen die Entwicklungen nicht so seien, wie man es haben wolle, könne man entsprechend eingreifen, erläuterte Rucker. In Bereichen wie IT oder beim Einkauf arbeite man noch, um Synergien zu heben. 2018 starte im Rahmen der Akademie Burgenland der erste Lehrgang für Führungskräfte im Rahmen der Landesholding.

Nach Einbringung der KRAGES umfasse die Landesholding 4.500 Mitarbeiter, erläuterte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). Die Bilanzsumme belaufe sich ohne KRAGES auf fast zwei Mrd. Euro - mit der Krankenanstaltengesellschaft seien es rund 2,3 Mrd. Euro. Das Anlagevermögen belaufe sich auf 1,6 Mrd. Euro, die Umsatzerlöse liegen bei 415 Mio. Euro.

Wirtschaft Burgenland bis 2021 "ein wenig modernisieren"

Bezüglich des Gewinns von 141.000 Euro sprach der Landeshauptmann von einer "Trendwende". Denn die "Eröffnungsbilanz" für das Jahr 2015 hatte noch einen Jahresfehlbetrag von 44,6 Mio. Euro ausgewiesen.

Innerhalb der Landesholding habe sich etwa die Wirtschaft Burgenland (WiBuG) gut entwickelt, so Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ). Um alle Thermenbeteiligungen in der WiBuG zu konsolidieren, sollen 30 Prozent der Anteile der Avita Therme in die WiBuG eingebracht werden.

Man wolle die Wirtschaft Burgenland bis 2021 "ein wenig modernisieren". "Die schiere Hingabe von Förderungen wird sukzessive in den Hintergrund treten", erläuterte Petschnig. In den Vordergrund rücken werde eine proaktive Begleitung der mittelständischen und kleinstrukturierten burgenländischen Wirtschaft durch die WiBuG.