Reiselust steigt auch im Burgenland wieder. Anstieg fixer Buchungen im Burgenland seit Beginn der Öffnungen; Hoffnung auf halbwegs passable Sommersaison.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 27. Mai 2021 (07:27)
Aufatmen bei Reisebüros - Reiselust steigt auch im Burgenland wieder
Sehnsucht nach dem Traumurlaub. Man sollte nicht zu lange warten, denn es seien „gute Angebote am Markt“, rät Branchenvertreterin Jutta Ochsenhofer (re.). Fotos: Shutterstock/Gabriele Maltinti, Hollunder
Shutterstock/Gabriele Maltinti, Hollunder

„Wir haben so viel Arbeit wie schon lange nicht mehr“, ist Jutta Ochsenhofer, Unternehmerin und Fachvertreterin für Reisebüros in der Wirtschaftskammer Burgenland die Erleichterung anzumerken: „Es gab schon davor viele Anfragen, aber ab dem Moment, wo feststand, dass aufgesperrt wird, kamen fixe Buchungen. Wir hoffen natürlich, dass es so bleibt.“

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Branchenvertreterin Jutta Ochsenhofer. Foto: Hollunder
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Für die im Burgenland 50 Betriebe zählende Branche ein Hoffnungsschimmer, auch wenn klar scheint: „Es wird für uns sicher kein Sommer wie vor Corona, aber er könnte jetzt noch ein bisserl gerettet werden.“

Reisebüros waren unter den Ersten, die von der Krise betroffen waren. „Wir mussten lange auf Hilfen warten, das hat schon sehr an den Nerven gezerrt“, schildert die Reisebürofachfrau. Teilweise hätte daher Personal reduziert werden müssen oder es seien auch Mitarbeiter in andere Branchen abgewandert – „sehr viele“ hätten aber durch Kurzarbeit gehalten werden können.

Schließungen von Reisebüros infolge Corona sind der Branchenvertreterin im Burgenland keine bekannt: „Ausgedünnt wurde eher in den Großstädten, nicht so am Land.“ Derzeitiges Dilemma: „Die Arbeit ist da, aber die Umsätze noch nicht, die schreiben wir ja erst bei Reiseantritt der Kunden. Daher hoffen wir, dass die Hilfen zur Überbrückung noch ein bisschen laufen, dass Kurzarbeit sukzessive reduziert wird, aber nicht abrupt endet.“

„Die Leute wollen bei Reisen Sicherheit“

Was gerade infolge Corona auffalle: „Die Leute kommen wieder vermehrt zu uns, weil ihnen selber buchen zu unsicher ist“, so Ochsenhofer. Viele hätten davor aber im Lockdown online recherchiert und daher bereits sehr konkrete Wünsche: „Auch die ältere Generation ist viel digitaler geworden.“

Auslandsreisen betreffend seien Italien und Griechenland die „Renner“ schlechthin. Es gebe aber auch viele, denen nur am Strand liegen zu wenig sei – der Trend gehe generell zu individuellen Reisen, betont die Expertin: „Vor allem Aktivurlaub ist gefragt, nach Corona muss nun etwas geboten werden. Ich weiß etwa über unsere E-Bike-Schiene, dass auch die Hotels im Burgenland sehr gut gebucht sind.“

Was Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel nur unterstreichen kann: „Mit der Corona-Kasko und dem Frühlings-Bonusticket erhöhen wir die Attraktivität des Burgenlands für Inlandsgäste enorm. Seit der Öffnung bis Ende Juni erwarten wir hier rund 52.000 Frühlings-Bonustickets.“