Baustoffhandel: Lieferengpässe, hohe Beschaffungskosten. Der Baustoffhandel ist einer der Motoren der Wirtschaft. Die Branche ist Zulieferer für das Bau- und Baunebengewerbe. Die gute Auftragslage hält auch 2021 an. Die Branche ist allerdings seit Jahresbeginn 2021 mit steigenden Beschaffungskosten und Lieferengpässen vieler Baustoffe konfrontiert.

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 16. April 2021 (16:33)
Wirtschaftskammer Burgenland

Ein Beispiel: In den ersten beiden Monaten hat sich der Großhandelspreisindex für Betonstahl um mehr als 30 % nach oben verändert. Vergleichbare Entwicklungen zeigen sich derzeit auch bei Holz- und Dämmstoffprodukten sowie Produkten aus Erdölderivaten. Ungewöhnlich hohe Preissteigerungen und Lieferengpässe zwingen die Handelsunternehmen dazu, diese in den Markt zu tragen.

„Für unsere Kunden ist diese Situation insofern schwierig, als durch den Handel nur sehr kurzfristige Preiszusagen getroffen werden können. Auch Lieferzeiten werden zunehmend zum Problem.", so KommR Ing. Werner Adelmann, Obmann des Baustoff-, Eisen- und Holzhandels. Mit ein Grund dafür sei die herrschende Rohstoffknappheit, insbesondere bei Holz, Stahl und Granulaten für die Kunststofferzeugung. Außerdem spielen neben der Transportproblematik bei Asienimporten auch die stark unterschiedlichen Preisniveaus auf den internationalen Märkten eine Rolle. Der Baustoffhandel versuche  durch entsprechende Lagerhaltung und effiziente Logistik bestmöglich entgegenzuwirken.

Er sieht die Probleme eng mit pandemiebedingten Anpassungen der Produktionskapazitäten einzelner Hersteller verbunden. „Die Auftragslage bei unseren Kunden ist auch über die Jahresmitte hinaus sehr gut. Nach meiner Einschätzung wird sich die Lieferproblematik in der zweiten Jahreshälfte etwas entspannen und die Preise werden sich auf einem relativ hohen Niveau einpendeln“, beurteilt Adelmann die momentane Situation.