Sparen ist gut, investieren noch besser?. Jahr für Jahr wird am 30. Oktober der Weltspartag von den Banken und Sparkassen gefeiert. Dabei handelt es sich aber keineswegs mehr um einen zu feiernden Tag - schon seit geraumer Zeit bleiben die Sparer auf der Strecke. Wer sich für das Sparbuch entscheidet oder sein Geld auf einem Tagesgeldkonto parkt, der sollte sich bewusst sein, dass mit dieser Strategie kein Vermögen aufgebaut werden kann.

Erstellt am 22. Juni 2020 (13:18)
Pixabay.com

Heute wird nicht mehr gespart - heute muss investiert werden, um am Ende auch einen entsprechend attraktiven Gewinn zu erzielen.

Österreich und Deutschland: Sparbuch statt Aktien = Verlust statt Gewinn

Der Deutsche ist ein absoluter Spar-Weltmeister. Seit Jahren werden um die 9 Prozent des Einkommens zur Seite gelegt - ein hervorragender Wert. Doch bei der Frage, wie das Geld veranlagt wird, spielt der Deutsche nicht einmal in der Bundesliga mit; hier ist man sozusagen in der letzten Spielklasse der Amateure angekommen. Denn der Großteil besitzt noch immer ein Sparbuch. Auch der Österreicher ist hier nicht viel besser; Sparbuch und Festgeld ja, von Aktien will man (noch) nichts wissen.

Auf den Girokonten, Sparbüchern sowie Tages- oder auch Festgeldkonten liegen - nur in Deutschland - mehr als 2 Billionen Euro. Das Problem? Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Wer sich für ein Sparbuch, Tages- oder Festgeld entscheidet, der entscheidet sich für eine Null-Prozent-Verzinsung. Letztlich akzeptiert man sogar einen realen Geldwertverlust. Denn berücksichtigt man die Inflation, so wird schnell klar, dass man keinerlei Gewinn machen kann.

Anders hingegen, wenn man sein Geld in Aktien investiert. Doch worauf ist zu achten, wenn man sein Geld in Aktiengesellschaften pumpt?

Worauf Anleger achten müssen

Wichtig ist die Diversifikation. Das heißt, man sollte nicht in eine Aktiengesellschaft investieren, sondern sein Geld streuen - man investiert somit in mehrere Aktiengesellschaften, die sich in unterschiedlichen Branchen wie Ländern aufhalten. Eine interessante Möglichkeit sind hier auch Fonds - hier achtet der Fondsmanager auf die Diversifikation. Natürlich gibt es aber auch hier Fonds mit Schwerpunkten, sodass sich etwa nur Aktiengesellschaften in dem Topf befinden, die in die Kategorie Technologie eingeordnet werden können (Tech-Fonds).

Börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs, bilden hingegen nur Märkte nach. Das heißt, wer glaubt, dass der deutsche Aktienindex in wenigen Jahren an Stärke gewinnt, kann sich für den DAX ETF entscheiden. Mit einem Sparplan, beispielsweise 100 Euro/Monat, werden immer wieder Anteile gekauft - da jedoch der Markt von Schwankungen beeinflusst wird, bekommt man für seine 100 Euro jedoch immer wieder etwas mehr oder weniger Anteile. Am Ende entsteht der Cost Average Effekt. Wer hier langfristig investiert, der kann - und das relativ gefahrlos - ein attraktives Vermögen aufbauen.

Natürlich geht es auch eine Spur riskanter - und zwar, wenn man sich dafür entscheidet, als Bitcoin Trader sein Glück versuchen zu wollen. Natürlich kann man mit Bitcoin und Co. entsprechend hohe Gewinne einfahren, jedoch besteht hier die Gefahr, dass man nicht vorhersagen kann, wie sich der Kryptomarkt entwickelt.

Wer kurzfristig mit Kryptowährungen spekulieren will, der sollte nur frei verfügbares Kapital investieren; eine langfristige Investition, etwa um für die Rente vorzusorgen, ist nicht empfehlenswert. Aufgrund extrem starker Schwankungen ist ein langfristiger Vermögensaufbau ausgesprochen schwer zu erreichen.

Pixabay.com


Auf dem Tagesgeldkonto sollte nur eine Liquiditätsreserve geparkt werden

Auch wenn ein Tagesgeldkonto nicht mehr attraktiv ist, so ist es dennoch ratsam, sich dafür zu entscheiden, wenn es darum geht, seine Liquiditätsreserve zu parken. Mitunter kann man hier auch ein Sparbuch eröffnen.

Wichtig ist hier nur, dass man im Vorfeld einen Vergleich durchführt, um so in Erfahrung bringen zu können, welche Bank das beste Angebot bietet. In der Regel sind Online-Sparprodukte immer eine Spur attraktiver.

Nicht nur für Reiche

Interessiert man sich für einen langfristigen Vermögensaufbau, so ist es absolut notwendig, sein Geld in den Aktienmarkt zu stecken. Klassische Sparprodukte, die man noch vor einigen Jahren empfohlen hat, sind absolut unattraktiv geworden.

Aufgrund der Tatsache, dass man keine hohen Summen investieren muss, sondern bereits 25 Euro/Monat genügen, können auch all jene in Aktien investieren, die nur ein sehr begrenztes Budget haben.

Sponsored Article