VCÖ-Mobilitätspreis 2021 verliehen

Unter dem Motto „Aufbruch in der Mobilität“ waren beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2021 Projekte gesucht, die zur Steigerung von klimafreundlicher, gesunder und effizienter Mobilität beitragen.

Erstellt am 02. September 2021 | 13:43

Verkehrslandesrat Heinrich Dorner sieht die Nachhaltigkeit im Burgenland gelebt. „Wir treiben die Mobilitätswende im Burgenland mit einer Fülle an Maßnahmen voran, auch beim öffentlichen Verkehr. Im Vordergrund steht: Es muss genügend Angebote geben - nur so wird auch ein günstigeres Ticket ein Erfolg", betont der Landesrat.

Durchgeführt wird der Mobilitätspreis vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in Kooperation mit dem Land Burgenland und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Landesrat Heinrich Dorner, VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak und Herbert Kuzdas, ÖBB-Postbus-Regionalmanager, zeichneten die durch eine Fachjury am besten bewerteten Projekte am Donnerstag aus.

Der Sieg ging, für die Umsetzung eines Maßnahmenpakets für klimafreundliche Mobilität, an die Stadtgemeinde Mattersburg. Zudem wurden das schulische Mobilitätsmanagement der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule (BHAK/BAHS) Stegersbach und der Südburgenland Bus als vorbildliche Projekte prämiert.

„Die Mobilität der Zukunft muss klimaverträglicher, gesünder, effizienter und platzsparender sein. Die Projekte, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland auszeichnen, tragen schon jetzt dazu bei, die Mobilität fit für die Zukunft zu machen“, betont VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak. ÖBB-Postbus Regionalmanager Hubert Kuzdas gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Die ÖBB unterstützen den VCÖ-Mobilitätspreis immer gerne, da Themen wie Umweltbewusstsein und Klimaschutz auch für uns von großer Bedeutung sind.“

Folgende drei Projekte wurden ausgezeichnet

"MMM – Mobilitäts-Musterstadt-Mattersburg“ Transportrad-Sharing, E-Bus, Ausbau Radwege: Im Rahmen der Initiative „MMM – Mobilitäts-Musterstadt-Mattersburg“ wurden in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. So wurde das erste Transportrad-Sharing im Burgenland, der „KlimaEntLaster“, gestartet. Drei E-Transport-Fahrräder stehen allen Mattersburgerinnen und Mattersburgern kostenlos zur Verfügung. Seit Juni 2020 sind Elektrobusse im Stundentakt im Einsatz. Die Stadtbuslinien sichern optimale Anschlüsse an den Bahnknoten Mattersburg. Zudem wird das Radwegenetz ausgebaut. Fünf Radrouten sollen den Alltagsradverkehr in der Stadtgemeinde Mattersburg wesentlich attraktiver machen und das vorhandene überregionale Radroutennetz wird mit den innerstädtischen Routen verknüpft.

Südburgenland Bus: Der Südburgenlandbus ermöglicht seit Jänner 2021 die Reise von mehreren Orten im Südburgenland nach Graz und retour innerhalb von 80 Minuten und hat die Zahl der Fahrgäste seit Jahresanfang fast verfünffacht. Die neuen Buslinien sind speziell auf Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Pendlerinnen und Pendler ausgerichtet. Es wurde mit drei Linien gestartet, die an Werktagen jeweils sechsmal hin- und retour fuhren. Jetzt im September startet eine zusätzliche Linie ab Pinkafeld und die Busse fahren jeweils achtmal am Tag hin und retour. Die direkte Verbindung bringt eine Zeitersparnis von 25 Minuten gegenüber bisherigen Busverbindungen.

Mobilitätsmanagement der BHAK/BHAS-Stegersbach: Klimaverträglich zur Schule statt mit dem Auto oder Elterntaxi. Dafür hat die BHAK/BHAS Stegersbach im vergangenen Schuljahr eine Befragung durchgeführt und ein umfassendes Konzept erstellt, das nun im neuen Schuljahr umgesetzt werden wird. Der verkehrsbedingte CO₂-Ausstoß durch die Fahrt zur Schule soll deutlich reduziert werden. Die Maßnahmen richten sich sowohl an das Lehrpersonal als auch an die Schülerinnen und Schüler. Konkret soll die Zahl jener, die mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften zum Campus kommen deutlich erhöht werden. Wenn das Auto verwendet wird, dann soll spritsparend gefahren werden.