VCÖ-Mobilitätspreis für Mattersburger City-Bus. Die diesjährige Auszeichnung geht an den Mattersburger City Bus, der im April mit zwei Linien starten wird.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. September 2019 (14:22)
Auszeichnung. ÖBB-Regionalmanager Michael Elsner, Landesrat Heinrich Dorner, Ingrid Salamon, Bürgermeisterin von Mattersburg, und VCÖ-Experte Markus Gansterer bei der Preisverleihung.
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Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis geht an den künftigen City-Bus in Mattersburg. Zudem wurden der Plan für landesweite Radbasisnetze und das Konzept der Energie Burgenland für die Herstellung von Wasserstoff mittels Windkraft als vorbildliche Projekte ausgezeichnet.

Im April 2020 startet der City Bus in Mattersburg mit zwei Linien im Stundentakt. Jeder Haushalt in Mattersburg wird im Umkreis von 250 Metern eine Haltestelle haben, alle Ortsteile sind angebunden.

Der City Bus wird mit den Fahrplänen der Züge und der Regionalbuslinien optimal verknüpft. Und alle Schulen werden optimal mit dem City-Bus erreicht werden, was die Zahl der Elterntaxis deutlich reduzieren wird. Bei der Auszeichnung für die landesweiten Radbasisnetze wurde festgehalten, dass 40 Prozent der Autofahrten der Burgenländer kürzer sind als fünf Kilometer. Eine Distanz, die mit dem Fahrrad gut zu bewältigen ist.

Christine Zopf-Renner nahm Auszeichnung entgegen

„Die Infrastruktur hat zentralen Einfluss auf das Mobilitätsverhalten. Infrastruktur, die gebaut wird, wird genutzt. Das gilt für Radwege genauso wie für Straßen“, stellte VCÖ-Experte Gansterer fest. Ziel des Radbasisnetzes ist es, der Bevölkerung für ihre Alltagswege, etwa zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeiteinrichtungen, direkte, schnelle und sichere Radverbindungen anzubieten. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland nahm die Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland, Christine Zopf-Renner, entgegen.

Für das vorbildliche Konzept „Wasserstoff aus Windenergie“ wurde die Energie Burgenland ausgezeichnet. Derzeit wird Wasserstoff vor allem aus Erdgas erzeugt, was wenig umweltfreundlich ist. Die Energie Burgenland Windkraft möchte nun aus Windenergie Wasserstoff erzeugen. Im Verkehrsbereich ist Wasserstoff nicht für Pkw sinnvoll, wie auch eine aktuelle Studie der TU Wien zeigt, sondern für schwere Fahrzeuge, wie Lkw, Busse und auch bei Lokomotiven, etwa bei Verschubloks oder bei Streckenabschnitten, die nicht elektrifiziert sind.

Verkehrslandesrat Heinrich Dorner gratulierte ebenfalls allen Preisträgerinnen und Preisträgern: „Der VCÖ-Mobilitätspreis ist eine Initiative, die innovative Maßnahmen im Verkehr fördert und den Mobilitätswandel unterstützt sowie die Klima- und Energiestrategie im Burgenland mit dem Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Seitens des Landes Burgenland wird es große Anstrengungen beim Ausbau von umweltfreundlicher Mobilität und besonders des öffentlichen Verkehrs geben, im Interesse einer intakten Umwelt und des Klimaschutzes und somit auch der Lebensqualität im Land.“