Energienetzbetreiber investieren kräftig. Die Strom- und Gasnetzbetreiber investieren kräftig. In den Jahren 2019 bis 2022 stecken Netzbetreiber im Burgenland, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Linz zusammen 2,1 Mrd. Euro in den Ausbau und die Instandhaltung der Netze, wie es bei am Freitag einem Video-Call des Forum Versorgungssicherheit hieß.

. Erstellt am 04. September 2020 (12:08)
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Der Corona-Lockdown führe dabei zu keinen nennenswerten Verzögerungen. Beim Stromverbrauch sei man nach Einbrüchen um bis zu einem Viertel wieder auf Vor-Corona-Niveau, so Linz-Netz-Geschäftsführer Johannes Zimmerberger. Die Betreiber der Energienetze seien für Sicherheit, Stabilität und Qualität der Versorgung verantwortlich und seien auf Krisen vorbereitet. Bei einem Umspringen der Corona-Ampel könnten Maßnahmen gesetzt bzw. auch wieder zurückgenommen werden.

Rund ein Viertel des Investitionsvolumens entfällt auf die Aufrüstung zu Digitalen Netzen (Smart Grids), rund 12 Prozent auf die Integration erneuerbarer Energieträger, rund ein Drittel auf Erneuerungen und Reparaturen sowie rund 30 Prozent auf den verbrauchsgetriebenen Ausbau wie etwa durch wachsende Städte.

Die Wiener Netze planen im Zeitraum 2020 bis 2024 Investitionen von 1,4 Mrd. Euro für den Ausbau der Netze bedingt durch das Wachstum der Stadt. Die Energie-AG-Tochter Netz Oberösterreich investiert den heutigen Angaben zufolge pro Jahr rund 100 Mio. Euro. Die Linz Netz GmbH plant in den kommenden fünf Jahren rund 50 Mio. Euro pro Jahr. Die Netz Burgenland investierte 2018/2019 pro Jahr rund 100 Mio. Euro in Ausbau und Ertüchtigung, heuer werden es voraussichtlich rund 92 Mio. Euro. Die EVN-Tochter Netz Niederösterreich steckt 2020/2021 rund 235 Mio. Euro in Investitionen.

Eine wichtige Rolle haben die Stromnetze auch bei der Integration von grünem Strom. Vom geplanten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, mit dem die Ökostromförderung neu geregelt werden soll, erwarte man sich einen Ökostrom-Zuwachs, so Zimmerberger. Es sei dabei wichtig, dass die Netzbetreiber nicht vergessen werden. So sollten beispielsweise Netzbetreiber auch Speicher betreiben dürfen.