Südburgenlandbus startet mit drei Linien nach Graz. Der Südburgenlandbus hat am Montag seinen regulären Betrieb zwischen dem Südburgenland und Graz aufgenommen.

Von APA / BVZ.at. Update am 11. Januar 2021 (15:24)
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Der Südburgenlandbus hat am Montag seinen regulären Betrieb zwischen dem Südburgenland und Graz aufgenommen. Das Angebot richtet sich an Pendler, Schüler und Touristen, teilte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) mit: "In rund 80 Minuten mit dem Bus aus dem Südburgenland nach Graz - damit ist es jetzt deutlich attraktiver, auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen."

Die Verkehrsbetriebe Burgenland GmbH wurde 2020 als landeseigenes Unternehmen gegründet. Der neue Südburgenlandbus ist Teil des Verkehrsverbunds Ostregion (VOR), die Fahrscheine können im Onlineshop, die App des VOR oder in den Bussen gekauft werden.

Die 20-sitzigen Busse fahren von Moschendorf/Güssing, Bad Tatzmannsdorf/Oberwart und Stegersbach weg. Der Fahrplan sieht werktags je sechs Kurspaare vor. Zusätzlich werde es je zwei Kurspaare an Sonn- sowie an Feiertagen vor Werktagen geben. Die Busverbindung sei sowohl für den Tourismus als auch die Pendler und für die Absicherung der Schulstandorte in der Region wichtig, erklärte Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ).

Kritik von Grünen und FPÖ

Die burgenländischen Grünen und die FPÖ haben am Montag ebenso wie die ÖVP die Vorgangsweise der SPÖ beim Südburgenlandbus kritisiert.

ÖVP-Verkehrssprecher Georg Rosner
Volkspartei Burgenland

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs werde zwar begrüßt, der Betrieb durch eine landeseigene Busgesellschaft aber sei zu hinterfragen, so Grünen-Klubchefin Regina Petrik in einer Aussendung.

Die Linien sollten an heimische Busunternehmen vergeben werden, forderte wiederum FPÖ-Obmann Alexander Petschnig. Er kritisierte: "Stattdessen zeigt die SPÖ-Alleinregierung ein weiteres Mal ihr wahres Gesicht: Eine SPÖ ohne jedes Gegengewicht steht – wie dereinst in den 1980ern - für Verstaatlichung über alles."