Jahresabschlussprüfer übte erneut Redepflicht aus. Der Jahresabschlussprüfer der burgenländische Cleen Energy hat nach Ausübung der Redepflicht am gestrigen 28. Mai heute neuerlich die Redepflicht ausgeübt. Der Prüfer hat sich zu Wort gemeldet, weil die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfs bestehen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 29. Mai 2020 (20:04)
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"Es wurde mitgeteilt, dass bis dato keine ausreichenden Prüfungsnachweise vorgelegt wurden, die zeigen, dass trotz der eingetretenen Verzögerungen die Gesellschaft in der Lage sein wird, ihre Budgetplanung 2020 hinsichtlich der Umsatz- und Liquiditätsziele in einem Ausmaß zu erfüllen, das die Fortführung der Gesellschaft als wahrscheinlich erscheinen lässt", hieß es in einer Aussendung des börsenotierten Unternehmens am Freitagabend.

Der Abschlussprüfer der Cleen Energy hat auch die Aufsichtsbehörde APAB über die Ausübung der Redepflicht informiert, weil wesentliche Bedenken hinsichtlich der Unternehmensfortführung bestehen. Die auf LED- und Photovoltaik-Technik spezialisierte Firma mit rund 20 Mitarbeitern steckt in den roten Zahlen. Wie aus einer Mitteilung vom vergangenen Donnerstag hervorgeht, verringerte sich der Betriebsverlust (EBIT) 2019 von 1,6 auf 1,4 Mio. Euro. Der Umsatz stieg gegenüber 2018 um 18 Prozent auf 3,4 Mio. Euro.