Öffnungen im Burgenland: Zuversicht mit Vorsicht. Aufbruchsstimmung bei Gastro, Tourismus und Co. – mit Blick auf die Corona-Zahlen. Land bereitet ein „Frühwarnsystem“ vor.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 29. April 2021 (05:55)
Sehnsucht nach der Gastronomie. Kellner Alexander in Bad Tatzmannsdorf ist bereit. 
Lexi

Die ersten Wellness-Hotels im Land steuern bereits auf ausgebuchte Zimmer zu und in der Gastronomie sind freie Tische gefragt wie noch nie. So machen sich die Mai-Öffnungen im Land schon jetzt bemerkbar. Zur Aufbruchsstimmung gesellt sich aber eine gewisse Skepsis, was die Umsetzung angeht – schließlich braucht jeder Betrieb ein Covid-Konzept und jeder Gastronom ein Test-Kontrollsystem. Hinzu kommt der Blick auf die Infektionszahlen, was auch die Bevölkerung weiter beherzigen soll.

Seitens des Landes beobachtet man die Zahlen genau: Nach dem Ende des harten Lockdowns bewegt sich das Burgenland im vergleichsweise niedrigen Bereich, die Auslastung der Intensivbetten ist aber nach wie vor auf hohem Niveau.

Rasche Reaktionen auf regionaler Ebene

Regionale Maßnahmen sind im Plan des Bundes ein maßgebliches Werkzeug gegen neue Covid-Cluster – und regional reagieren könnte man künftig auch innerhalb des Landes. Strategien zur raschen Eindämmung einer Ausbreitung der Infektionen werden derzeit mit Experten Hans-Peter Hutter erarbeitet, heißt in der Landesregierung auf BVZ-Anfrage. Ein breites und unkompliziertes Testangebot bleibt ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie: So sollen mobile Tests und Betriebs-Testungen, die in

Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer angeboten werden, ab dem 19. Mai ebenfalls als Eintrittstests gelten.

Das Datum, mit dem nicht nur das „große Aufsperren“ angesagt ist, sondern das auch im privaten Bereich wieder mehr möglich sein wird (siehe Grafik rechts), wird zum einen sehnsüchtig erwartet, zum anderen rauchen hinter den Kulissen die Köpfe, wie die Vorgaben umgesetzt werden können.

Die Kultur-Veranstalter habens‘s (noch) schwer

Weniger euphorisch sind etwa die Kultur-Veranstalter, die nach jetzigem Stand eine deutliche Beschränkung der Besucherzahlen einkalkulieren müssen und sich derzeit noch mit einer Sperrstunde um 22 Uhr konfrontiert sehen. Im Sinne der Sommerfestivals hofft man hier auf eine Nachschärfung.

Die eine oder andere Einschränkung und der Aufruf, mit Hausverstand an die Sache heranzugehen, bleiben ebenso wie der Mund-Nasenschutz ständige Begleiter. Kontrollen wird es weiterhin geben, wenn auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bald ebenso der Vergangenheit angehören.