Burgenland-Wellness als Rezept gegen die Corona-Krise. Nach ersten Corona-Lockerungen wird auf Eigenverantwortung gesetzt. Auch der Tourismus bereitet sich nun vor.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 07. Mai 2020 (06:42)
Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton: „Die Nachfrage ist stark und die Betriebe sind gerüstet.“
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Das erste Mai-Wochenende und die ersten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen brachten auch im Burgenland Bewegung in die Bevölkerung. Die jüngsten Zahlen der Covid-Infektionen zeigten dennoch eine „stabile Lage“, wurde seitens der Bundesregierung festgehalten.

„Hausverstand“ ist weiterhin angesagt: Die Lockerungen und zusätzliche Öffnungen können nur aufrecht erhalten werden, wenn die Infektionen nicht erneut in beunruhigendem Maß in die Höhe schnellen. Dann winkt mit 15. Mai unter anderem die Öffnung der Gastronomie; am 29. Mai können Hotels und Tourismus nachziehen.

Hier scharrt man bereits in den Startlöchern.

Österreich-Urlauber sind heiß umworben

Und die Voraussetzungen sind gar nicht so schlecht, wie Hannes Anton, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus, erklärt: „Es gibt schon jetzt eine starke Nachfrage und die Betriebe sind gerüstet – von den großen Häusern bis zu Privatzimmer-Vermietern und Ferienwohnungen, die nun ebenfalls besonders gefragt sind.“

Inweiweit sich das Interesse mit der tatsächlichen Buchungslage decken wird, soll sich bis zum Sommer zeigen. Im „Rennen um den Inlandsgast“, der heuer besonders umworben ist, seien auch die Thermen startklar, so Anton. Die BVZ hörte sich zu den Vorbereitungen um.

St. Martins Therme und Lodge, Frauenkirchen:

Unmittelbar nach Ankündigung der Bundesregierung, dass die Beherbergungsbetriebe ab 29. Mai wieder in Betrieb gehen dürfen, sind hier schon die ersten Nachfragen und Buchungen eingegangen.

„Besonders erfreulich ist, dass viele unserer Gäste länger bleiben wollen als in den Jahren zuvor. Für den Sommer haben wir schon viele Urlaubsbuchungen für zwei Wochen oder sogar länger“, sagt Geschäftsführer Klaus Hofmann.

Sowohl mit dem Thermen- als auch mit dem Hotelbetrieb startet man mit diesem Stichtag. Die Auswirkungen der -Krise würden sich erst Ende des Jahres beurteilen lassen

Sonnentherme Lutzmannsburg:

„Wir planen vorerst für 29. Mai, wir warten aber auf Erlässe, Verordnungen oder Gebote“, so Sonnentherme-Geschäftsführer Werner Cerutti. In der Therme gibt es Abstandsregeln und Hygieneregeln, diese seien von den Gästen einzuhalten, auch im Wasserbereich bzw. den Wasserflächen.

„Ein Aufenthalt in der Sonnentherme ist sehr sicher, sofern wir uns alle an die Regeln halten. Wir versuchen dies mit unserem Personal zu gewährleisten“, so Cerutti. Auch für dieses gilt der Mindestabstand von einem Meter, bei Kundenkontakt werden Mund-Nasen-Masken oder Faceshields getragen, so der Sonnentherme-Geschäftsführer.

AVITA-Therme Bad Tatzmannsdorf:

Geschäftsführer Peter Prisching kann endlich durchstarten. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht und wir unsere Mitarbeiter an Bord holen und Gäste begrüßen können“, erklärt Prisching.

Mit der Wiedereröffnung der AVITA-Therme profitiert auch sein Hotel, das mit der Therme verknüpft ist. „Unser Plus sind rund 10.000 Quadratmeter, die dem Kunden zur Verfügung stehen. Wir beginnen Mitte Mai mit Hygiene-Dienstleistungen.“

In der Therme werden nur mehr 400 statt 600 Gäste Platz finden, es gibt keine Preiserhöhung. Stattdessen arbeitet das Team an einer Online-Reservierung, die über www.avita.at buchbar sein soll.

Reiters Therme Stegersbach:

Hotelier Karl Reiter macht sich natürlich sowohl um seine Hotels in Bad Tatzmannsdorf als auch um die Therme in Stegersbach Gedanken. In Stegersbach wird derzeit die Therme renoviert. „Wir bemühen uns besonders, dass die Gäste ab 29. Mai relaxen und genießen können“, so Karl Reiter.

Daher wird täglich geputzt, renoviert und eine Eventsauna ist in Stegersbach gerade in der Fertigstellung. Aber auch auf sein Kinderhotel in Bad Tatzmannsdorf setzt Karl Reiter neben der Therme ein großes Augenmerk. „Es geht jetzt vielmehr darum, ob wir neben der Therme die Hotels in beiden Ortschaften auch in Zukunft füllen können.“