Kein Kurswechsel im Solarparkstreit

Erstellt am 10. Februar 2022 | 04:00
Lesezeit: 2 Min
Sonnenenergie Photovoltaik Solar Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Vova Shevchuk
Großflächen-PV auf Äckern bleiben für Energie Burgenland trotz „Nein“ bei Volksbefragung direktester Weg zur Klimaneutralität.
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Bei der Volksabstimmung in Wimpassing gab es eine Abfuhr für das Vorhaben der Energie Burgenland, eine 52 Hektar große Photovoltaik-Anlage auf einem zur Esterházy-Stiftung gehörenden Acker zu bauen. Das Ergebnis ist rechtlich nicht bindend, das „Nein“ aber deutlich (61 Prozent bei 59 Prozent Wahlbeteiligung). ÖVP-Bezirksparteiobmann und Nationalrat Christoph Zarits forderte prompt eine Abkehr der grundlegenden Strategie von Energie Burgenland und Landesregierung: „Wir haben immer betont, dass wir für PV-Anlagen sind, aber eben zuerst auf Dächern. Ich hoffe die Landespolitik ändert ihren energiepolitischen Kurs nun dahingehend.“

Danach sieht es nicht aus. Das Büro von Umweltlandesrätin Astrid Eisenkopf betont, dass das Burgenland bis 2030 klimaneutral werden müsse, wofür es elf Terrawattstunden an „grünem“ Strom braucht. Diese müsse „sauber, regional und leistbar“ sein.

Genau das ist das Stichwort für die Energie Burgenland. Solarenergie auf Dächern zu gewinnen, wie von der ÖVP gefordert, koste das Doppelte, als bei Solarparks auf Äckern. Paneelen über Parkplätzen das Dreifache kosten, rechnet ein Unternehmenssprecher der BVZ noch am Wahltag vor.

„Die Argumente für unseren Kurs haben die Preisentwicklung der letzten Wochen nur verstärkt, wir werden diesen weitergehen“, heißt es vom landeseigenen Energieunternehmen. Das Hauptaugenmerk gilt nun den anderen Projekten weitere 1.400 Hektar an PV-Anlagen sind geplant: „Der Solarpark in Wimpassing hätte erst in ein paar Jahren gestartet, bei anderen Projekten sind wir schon wesentlich weiter, auf die werden uns konzentrieren.“

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