AK und Burgenland Energie treffen sich zu Rundem Tisch

Erstellt am 27. Jänner 2023 | 14:06
Lesezeit: 3 Min
 AK-Präsident Gerhard Michalitsch
 AK-Präsident Gerhard Michalitsch

 
Foto: AK Burgenland
Die Arbeiterkammer Burgenland und die Burgenland Energie treffen sich am Montag zu einem Gespräch über die Vorschreibungen des Unternehmens für Strom und Gas.
Werbung

Derzeit werden zahlreiche Anfragen an die Konsumentenschutzabteilung verzeichnet, hieß es in einer Aussendung der AK am Freitag. Kritisiert werde dabei nicht nur die Preiserhöhung, sondern auch die Intransparenz.

Grund für die zahlreichen Anfragen seien nicht nur die starken Erhöhungen, die zu erwarten gewesen seien, sondern auch die "inhaltlich unklaren Vorschreibungen", so AK-Präsident Gerhard Michalitsch. Die Konsumentinnen und Konsumenten würden diese nicht nachvollziehen können. Beim Runden Tisch erwartet sich Michalitsch vom Energieversorger mehr Informationen und eine klare Aufschlüsselung der Vorschreibungen.

Die Burgenland Energie hielt ebenfalls in einer Aussendung fest, dass die Aussendung der angepassten Teilzahlungsbeträge bereits gestoppt wurde. Ab kommender Woche sollen "neue, transparente Schreiben" verschickt werden. Das ursprüngliche Schreiben habe die Absicht gehabt, Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung zu verhindern. "Das Schreiben war aber nicht die gewünschte Unterstützung, sondern es hat zu Verwirrung und Sorgen bei vielen unserer Kunden geführt", räumte Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma ein. In der neuen Unterlage sollen die Teilbeträge nach Strom und Gas, entsprechend dem angenommenen Jahresverbrauch und dem Tarif des Kunden, separat ausgewiesen werden. Dies sei wichtig, damit man unbürokratisch den Wärmepreisdeckel des Landes beantragen kann.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) wies am Freitag auf eben diesen Wärmepreisedeckel des Landes hin, mit dem Privathaushalte bis zu einem Netto-Jahreseinkommen von 63.000 Euro Unterstützung bekommen können. Seit Jahresbeginn gab es dazu laut einer Aussendung knapp 600 Anträge und mehr als 2.500 telefonische Anfragen. Für den Wärmepreisdeckel habe man nun auch mit einer eigenen Härtefallklausel Vorsorge getroffen, sodass bei geringfügigen Überschreitungen der Wertgrenzen im Einzelfall nach Prüfung dennoch eine Förderung gewährt werden könne.

Wer den Wärmepreisdeckel in Anspruch nehmen will, müsse eine verpflichtende Energieberatung in Anspruch nehmen, das Land wolle diese Beratung aber selbst organisieren, monierten die Grünen und fürchten dadurch Verzögerungen: "Es gibt mehr als 1.000 Ingenieurbüros, Heizungs- und Elektrotechniker im Burgenland - sie könnten sofort mit der Beratung anfangen, weil sie befugt und ausgebildet sind", erklärte Grünen-Energiesprecher Wolfgang Spitzmüller.