Die Kollars bitten zu Tisch. OSG-Obmann Alfred Kollar und seine Doris pachten Buschenschank. Gaumenfreuden und grandioses Panorama sind garantiert.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. April 2021 (04:23)
Die Kollars pachten den legendären Buschenschank Wolfshütte im Kellerviertel Heiligenbrunn. OSG-Obmann Alfred Kollar und Doris Kollar-Lackner stießen mit Claudia und Hansi Wolf — wie soll es in Heiligenbrunn anders sein — mit einem Glaserl Uhudler auf die zukünftige Zusammenarbeit an.
Carina Fenz

Das Platzerl in den Heiligenbrunner Weinbergen kennen viele Burgenländer, aber auch zum Beispiel Oscar-Preisträger Michael Haneke, Schriftsteller Peter Turrini oder Kabarettist Otto Schenk, um nur drei von vielen Promis zu erwähnen, die am Buschenschank in der Wolfshütte bereits gespeist haben. Ein wenig oberhalb der Heiligenbrunner Kellergasse haben Claudia und Hansi Wolf mehr als 40 Jahre ihren legendären Buschenschank mit knapp 180 Sitzplätzen betrieben.

Seit einigen Jahren wird nur noch gegen Voranmeldung aufgesperrt. Ein Umstand, der in Heiligenbrunn zur Normalität geworden ist. Gab es vor einigen Jahren noch knapp 15 Buschenschenken, so kann man sie aktuell an einer Hand abzählen. Und weil glücklicherweise durchs Reden die Leut zam‘kommen, werden künftig Alfred Kollar und seine Doris, den berühmten Buschenschank vier Mal im Jahr als „Kollars Pop-up-Buschenschank bei der Wolfshütte“ öffnen.

Das Duo, welches seit einiger Zeit in Heiligenbrunn ein Kellerstöckl besitzt, braucht man eigentlich nicht näher vorzustellen. Ersterer ist als OSG-Obmann von Kittsee bis Kalch bekannt und Zweitere räumt bei zahlreichen Prämierungen mit ihren Produkten rund um den Kürbis einen Preis nach dem anderen ab. „Die perfekte Partnerschaft also“, schmunzeln die beiden. Während der OSG-Obmann, eher für „die Unterhaltung der Gäste zuständig sein wird“, kümmert sich Doris um die kulinarische Ausrichtung des Buschenschanks.

„Mein Traum war es schon immer einen Buschenschank zu haben, weil ich gerne unter Menschen bin und die Region unglaublich viele Köstlichkeiten hergibt“, erzählt Kollar-Lackner, die mittlerweile auch knapp zwei Hektar Uhudlerweingarten bewirtschaftet. Geöffnet werden soll der Pop-up-Buschenschank rund drei bis vier Mal pro Jahr (Donnerstag bis Sonntag) – heuer erstmals im Juni. Kulinarisch sollen Kernöl und Uhudler natürlich im Vordergrund stehen. „Die Preise sollen ebenso normal sein, wie die Speisekarte, die alles bieten wird, was zu einem urigen Buschenschank im Südburgenland eben gehört“, verspricht Kollar-Lackner.

Besonders groß ist die Freude über die neue Partnerschaft bei Buschenschank-Eigentümer Hansi Wolf, der mit seiner steirischen Harmonika weiterhin für musikalische Stimmung am Buschenschank sorgen wird: „Wir sind über den Entschluss von Doris und Fredi unendlich froh. Endlich wird Heiligenbrunn wieder belebt.“